Skin of Tears:
Fake my Day
Zitat aus dem Anschreiben: "[...]ich hoffe das verpasst demjenigen, der es reviewen wird nicht die Überdosis Skatepunk...".
Ne, alles wieder gut, ich hatte ein skatepunkfreies Wochenende und dieses genügte bereits, um mich komplett wieder herzustellen. Zumindest so weit, dass ich beim Anblick eines Skateboards nicht mehr würgen muss. Letztens konnte ich sogar wieder Tony Hawk's auf der Playstation zocken. Aber genug mit dem Blödsinn; das neue Album der gealterten Herren aus Wermelskirchen ist es doch wirklich mal wert, seine Rezensions-Sommer-Pause kurz zu unterbrechen und sich die Scheibe mal ausgiebig anzuhören.
14 Songs gibt es insgesamt zu hören, die alle (Oh, Überraschung!) dem Skatepunk zuzuordnen sind. Das Tempo wird relativ stringent hochgehalten. Deswegen verzichtet man auch konsequent auf Off-Beats. Lediglich beim Intro von "Got the feeling" mischen sich auch ein paar ruhige Klampfenklänge unter das Starkstrombrett. Nach dem ersten Hören habe ich direkt einen Ohrwurm von "Offline": "it's quite funny, the sun is sunny, the mud is muddy". Stumpf ist Trumpf gilt eben nicht nur für Oi!, sondern auch für Skatepunk, wobei man mit dem Bandnamen Skin Of Tears ja auch Hardcore-Oi! machen könnte. Trotzdem hat man sich vor 15 Jahren entschieden, doch lieber melodischen Skatepunk zu machen und ist diesem bis heute treu geblieben.
Auch wenn ich weiß, dass es dazu in der Redaktion auch andere Stimme gibt, kann ich das Comeback der Wermelskirchener nur gut heißen, ist man sich doch weitestgehend treu geblieben und produziert immer noch guten Skatepunk, der nicht nur bei den Die-Hard-Fans der Truppe Anklang finden dürfte.
Fazit: Über die Jahre haben die drei Skatepunker aus Wermelskirchen Haare verloren und Falten bekommen, zum Glück aber die jugendliche Hochgeschwindigkeit beibehalten.
Anspieltipps: New Horizon, Offline