Pascow, The Baboon Show, Disco Oslo, 12.04.2014 in Hannover, Bei Chez Heinz - Bericht von kiki
Pascow, 12.04.2014 in Hannover
Gegen 15 Uhr am Chez Heinz, beziehungsweise am daneben liegenden Schwimmbad angekommen. Pascowkonzerte, die mit Schwimbädern beginnen, versprechen meistens höchste Unterhaltung. Die Baboon Show ist auch schon anwesend, wir erfahren, dass sie immer noch beeindruckt von der Pornokuhle im Hause Fö sind und dass Drummer Niclas an Deutschland Jägermeister und Club Mate schätzt. Einen Mate konnten wir ihm noch anbieten, Jägermeister gab es dann wohl später. Beim Essen fassen fällt die ungewohnte Ankündigung des Abends auf: Disco Oslo ganz groß, der Rest darf auch mitmachen.
Und jetzt? Zeit tot schlagen. Macht man am besten mit Bier trinken und schlechten Metal hören. Die heutige Fahrerin hat sichtlich Spass mit alkfreiem Bier und ein wenig dancen am (leeren) Parkplatz im Auto. Kann man mal machen!
Später am Abend, der halbe Ruhrpott in Form des Plastic Bomb Fanzines ist auch angereist, eröffnen Disco/Oslo den Gig. Jetzt schon viel zu warm und auch die Menschen vor der Bühne erweisen sich als äußerst text-und tanzsicher.
Irgendwie erst in Trier (bei der Pascow Release Party, wir fucking Nerds!) so richtig auf die Oldenburger aufmerksam geworden. Super Band, bitte dringend auf den Schirm holen, falls noch nicht geschehen.
Moderner, deutschsprachiger Punkrock, der mit viel Melodie zum Mitwippen anregt (andere Menschen tanzen auch gerne). Das tun beim Auftritt von Disco/Oslo schon beachtlich viele Menschen. Man kann erahnen, dass es heute noch richtig warm werden wird. Als Anheizer einen richtig guten Job gemacht.
Die Baboon Show beginnt exakt wie gestern mit schönem Rockstar-Intro, gefolgt vom Titeltrack des neuen Albums "Damnation". Neu an Board ist Bassistin Frida. Komplettes Gegenteil zur Ex-Bassistin. Steht kaum still, immer in Bewegung, Posing inklusive Headbanging (!) deluxe.
Cecilia kommt die Bühne im Chez Heinz mit der niedrigen Decke und dem Pfeiler in der Mitte sehr entgegen, so kann sie mal links rum, mal rechts rum turnen, klettern, ins Publikum springen. Was man halt so von ihr kennt. Zudem hat sie alle schlechten Sprüche über Hannover auswendig gelernt. Beispiel: Got a Hangover in Hannover....autsch!
Im Laden jetzt schön 40 Grad. Vor der Bühne ein einziger Tanzmob. Das Publikum frisst der Baboon Show aus der Hand, die kleinen Showeinlagen wie Mitklatschen, Namen aufrufen etc. klappen wie am Schnürchen.
Das sind schon verdammte Profis auf der Bühne. Allerdings ist die Show halt ganz genau die selbe wie gestern, so dass man Ansagen und Liedreihenfolge fast schon mitsprechen kann.
Selbstverständlich gibt es heute auch ein Schlagzeugerbild für euch. Ihr müsst wissen, die sind sonst recht selten.
Die Sauna nimmt Konturen an. Hier ist kein Shirt mehr trocken, bei Betreten des Ladens läuft man vor eine Wand aus Schweiß und Hitze.
Drittes Konzert, drei Mal ausverkauft. Kein Wunder bei so einem großartigen Tour-Package. Schwitzende, sich aneinander reibende Menschen...lecker!
Baboon Show gut gerockt, heute subjektiv ein klein wenig schwächer als gestern. Kann aber auch daran gelegen haben, dass man die Show schon kannte.
Wir beginnen den Pascowbericht mit einem Schlagzeugerbild. Die sind ja immer so selten :-) Ollo in der Hölle aus Hannover (von der Band selbst so benannt)
Schon nach den ersten Akorden zu "Äthiopien die Bombe" bricht der Laden in absolutes (positives) Chaos aus. Kontrollierte Bewegung vor der Bühne unmöglich, man wird einfach immer nur von links nach rechts manövriert.
"The strongest of the strange" mit dem Ausflug ins Publikum ist immer wieder ein Highlight im Programm. Und das in Alex' biblischem Alter!
Das Motto "Diene der Party" wird dank gleich zweier Discokugeln deutlichst erfüllt. Die Songs der neuen Platte haben sich mittlerweile perfekt ins Programm eingefügt.
Alex kann wegen der Hitze und des damit verbundenen Kondensats auf seiner Brille nichts mehr sehen. Ein Indiz dafür, dass die Setlist noch nicht sitzt? Spätestens in einer Woche kannst du sie bestimmt auswendig :-)
Das Konzert toppt in Punkto Stimmung echt nochmal die beiden ersten Auftritte der Tour. Leute, wie macht ihr das nur immer? Total begeistert krieche ich zum Tresen und erhasche ein kaltes Bier (und eine Rhabarberlimonade). Zugabe "Lettre Noir", "Nach Hause", alles ist gut! Nein verdammt, es fehlen wieder wie immer noch ca 35 Hits.
Man sollte ja meinen, dass drei Konzerte am Stück das Verlangen nach Pascowauftritten etwas befriedigen. Heute sitze ich auf dem Sofa und freue mich auf übermorgen in Osnabrück. Ihr Ficker!
Konzert zu Ende, bisschen dancen. Oder draußen rumstehen und Bier trinken. Drinnen beweist der DJ seine absolute Inkompetenz und legt direkt nach Pascow ein neues Hosenstück auf. Alter, wie schwach. Na ja, Musik wird irgendwann besser. Gegen 2 Uhr ist der Laden leer, wir voll und der Rückweg über die A2 wird souveränst bewältigt. Danke fürs Fahren Frau L.! Bis Dienstag, ihr Lappen!