Strung Out, Versus The World, Vanilla Pod, 06.07.2015 in London (UK), Underworld - Bericht von Zwen
Strung Out, 06.07.2015 in London (UK)
Guten Morgen! Gegen kurz nach sechs wachen wir auf dem Tisch eines 24h-Starbucks an der St. Pancras-Station auf. Hier sind wir hingegangen nachdem wir um halb zwei aus dem Bahnhof King's Cross - also dem Bahnhof mit dem Gleis 9 3/4 - rausgeschmissen wurden. Immerhin war auch dieser Security freundlich und gab uns den Tipp, dass man nebenan nur einen Cafe bestellen müsse und dann die ganze Nacht bleiben könnte.
Nachdem es mir an diesem Morgen etwas besser geht (immerhin hat mein Magen das Frühstücks-Schoko-Brötchen ohne Murren akzeptiert), beschließen wir, nach Camden zu laufen. Eigentlich wollten wir ja U-Bahn fahren, aber der Schaltertyp hat uns gestern doch tatsächlich nicht nur unser beinahe komplettes Urlaubsgeld für überteuerte Tickets aus dem Portemonnaie gezogen, sondern uns auch nur ein Eintages-Ticket verkauft. Naja, laufen wir halt nach Camden.
Camden ist eigentlich ganz sehenswert, aber selbst hier ist der letzte Ramsch sauteuer. Ein Beispiel: Ein Laden verkauft hier sehr schlecht gefälschte T-Shirts und verlangt dafür 15 Pounds. In der Wühlkiste desselben Ladens finde ich dann auch ein Skrewdriver-Shirt. Das könnte die Geschichte erklären, wäre gerade dies nicht so typisch für diese Stadt. Naja, wie dem auch sei. Wir haben noch die letzten Pfunde zusammengekratzt und sind ins Underworld gelatscht. Dieser Laden gefällt mir deutlich besser, als die O2 Academy; hat deutlich mehr Aufkleber auf dem Klo und deutlich mehr Punkkonzerte, die hier stattfinden. Erinnert mich fast ein kleinwenig an das Underground in Köln.
Außerdem hoffen Benta und Micha auf günstigeres Bier. Dies ist hier auch tatsächlich günstiger.Also 20 Pence weniger als in der Acedemy. Geilo!
Erste Band sind übrigens VANILLA POD. Gefallen mir gut, sind aber wohl nicht so bekannt, zumindest ist vor der Bühne noch gut Platz. Die Band stört das nicht und liefert einen energiegeladenen Auftritt ab.
Gespielt wird typischer Ami-Punk mit relativ viel Druck dahinter. Der Sänger ist schon gut voll und geht gut ab und der Bassist sieht aus, als würde er gleich die Welt umarmen. Alles sehr schön; nach 'ner guten halben Stunde aber auch schon wieder vorbei.
Gesang ist vielleicht ein bisschen zu weinerlich und auf mich ist da nicht ganz so viel Druck hinter. Der Saal jedoch feiert und geht in einen wilden Pogo über. Ich bringe mich in Sicherheit, zieht sich doch auch schon wieder mein Magen, diesmal von dem Vinegar-lastigen englischen Essen, schon wieder zusammen. Das ist aber auch wie verhext hier.
STRUNG OUT sehe ich dann von hinten in einem vollen Underworld. Von Strung Out selbst kenne ich nur zwei Songs. Von dem einen ist mir der Name entfallen und "In Harm's Way" haben sie sogar gespielt. Publikum sorgt für einen richtig ordentlichen Pogo und das was ich hier hinten, höre kommt richtig gut.
Abschließend könnt ihr euch bestimmt denken, wie froh ich war, als es nach einer weiteren unruhigen Nacht endlich Richtung Flughafen und dann Richtung zu Hause geht. Zu Hause angekommen, habe ich erstmal 15 Stunden (kein Scheiß!) durchgeschlafen und bin immer noch nicht ganz fit.
Fazit: London ist teuer, also ich meine wirklich richtig teuer. Dafür sind immerhin die Leute nett. Außerdem werde ich niemals, also wirklich niemals wieder irgendwo hinfahren ohne vorher einen Pennplatz zu haben.
Fazit: London ist teuer, also ich meine wirklich richtig teuer. Dafür sind immerhin die Leute nett. Außerdem werde ich niemals, also wirklich niemals wieder irgendwo hinfahren ohne vorher einen Pennplatz zu haben.