The Generators, Spit Pink, 09.03.2016 in Duisburg, Grammatikoff - Bericht von Zwen
The Generators, 09.03.2016 in Duisburg
So um kurz nach halb neun schlendere ich in den Laden. Emscherkurve 77 haben schon angefangen und haben plötzlich Haare bekommen.
Ach, sind gar nicht Emscherkurve, sondern SPIT PINK. Erstere mussten krankheitsbedingt absagen, letztere sind dann kurzfristig eingesprungen.
Tut auch gut die Jungs mal bei ordentlicher Quali zu sehen. AZ-Konzerte sind ja schön und gut, aber klanglich liegen da schon Welt zwischen. Außerdem gehen hier die Konzerte wirklich auf die Minute pünktlich los. Ansonsten erinnert mich das Grammatikoff von der Beschaffenheit ein wenig ans Domicil, auch wenn es deutlich kleiner ist und nicht ganz so luxuriös.
Auftritt gefällt mir also soweit gut. Außerdem wissen Spit Pink noch, wie man möglichst cool beim Gitarrenspielen aussieht.
Nach relativ kurzer Umbaupause fangen dann auch schon THE GENERATORS an. Junge, junge, das läuft hier ja echt zügig. Verfeuert werden hier direkt am Anfang des Sets "Burning Ambition" und das Cock Sparrer-Cover "Running Riot".
Das ist schon mal eine ziemlich ordentliche Vorlage und auch sonst merkt man der Band eine große Spielfreude an. Schön, wenn man nach so vielen Jahren noch Bock hat.
Leider stehen die Fahnen im Publikum nicht so wirklich auf Abriss. Ist halt Mittwoch und ich drücke heute Abend den Altersdurchschnitt doch etwas nach unten. Zwar wippt der ein oder andere auch mal mit dem Fuß, das war's dann aber auch. Eigentlich okay soweit.
Hier kommt dann aber negativ zum Tragen, dass Generators eigentlich eine total einstudierte Rockshow abspielen. Das ist zwar bei den Songs geil, da diese wirklich mit viel Engagement und Power vorgetragen werden, bei den Ansagen geht es mir dann aber schnell auf den Geist. Zum einen geht es mir auf die Nerven, wenn der Sänger seine Ansage tausendmal wiederholt ("Are you alright?") und zum anderen muss man nicht ständig versuchen zu animieren, sondern sollte halt einsehen, dass das Publikum nun mal nicht in totaler Partystimmung ist. Naja, immerhin war's nicht ganz so schlimm wie bei den Crushing Caspars.
Die Songs sind dafür spitze. Die Drums peitschen richtig schön und voller Energie und die Gitarren haben viel Raum und nutzen diesen auch. Ich mag ja diesen California-Surf-Sound, der bei den Generators die perfekte Verwendung, als Abrundung der Punkchords, findet.
Weiterhin gespielt wird dann noch "Here I go", "Sound Of The Alarms", "Yankee Boy" und "Point Of No Return". Kurz gesagt: Es gibt nur Hits.
Schließlich wird gefragt, welchen Song die Leute denn noch hören möchten. CITY OF ANGELS! Eigentlich eingeplant als letzten Song, wird es halt jetzt dargeboten. Geil! Da waren dann auch mal ein paar mehr Leute am Tanzen.
Etwas komisch finde ich dann wieder die Nummer mit der Zugabe. Alle Mann gehen von der Bühne und dann ohne das wer "Zugabe" ruft wieder drauf. Okay, fairer Weise muss ich sagen, dass die Zeit auch einfach zu kurz war, um überhaupt auf die Idee zu kommen "Zugabe" zu rufen. Trotzdem komisch.
Schlussendlich bin ich aber doch froh heute hier gewesen zu sein und musikalisch war das echt großartig. Bei allem anderen fand ich die Generators etwas merkwürdig, aber okay, ist wohl auch so ein Ammi-Ding. Habe mich letztens mit dem Fö darüber unterhalten, dass sich da zu viele Bands viel zu ernst nehmen.