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KNRD Fest Tag 1: Not On Tour, Pears, Wonder Beers, OAT, F.O.D., Arms & Hearts, 21.07.2017 in Hormersdorf, Naturfreundehaus - Bericht von der Redaktion

KNRD Fest Tag 1, 21.07.2017 in Hormersdorf

Zwen: So, Festivaltour geht weiter. Nachdem wir letztes Wochenende Glaubitz zerstört haben, geht es heute wieder auf ein weiteres übertrieben gutes Festival. Direkt, als ich den Autoschlüssel ins Zündschloss stecke, spüre ich wie nicht nur der Motor anspringt, sondern ich mir auch langsam vorstellen kann, auf was für einem hohen Gönnungsniveau die zwei folgenden Tage avancieren werden. So, jetzt aber schnell auf die Autobahn...nee, Moment, Tickets vergessen. Kommando Zurück! So jetzt aber. Da ich dieses Jahr nicht wieder so eine Horrorfahrt haben möchte wie im letzten Jahr, fahren wir auch tatsächlich schon um neun Uhr los und tatsächlich, die ersten zwei Stunden flutschen wir wie ein mit Butter bestrichener Kabeljau über die nordrheinwestphälische und hessische Autobahn. Dann lassen wir das weiße Schild des Freistaats hinter uns und kriechen den Rest der Fahrt nur noch mit Schrittgeschwindigkeit über Horst Seehofers ganzen Stolz. Als es bergauf geht, vergisst der Typ vor mir dann auch mal die Bremse zu ziehen und rollt langsam aber sicher in Richtung meiner Motorhaube. Ein panisches Hupkonzert meinerseits scheint ihn dann aber wieder daran zu erinnern, was der Trethebel neben dem Gaspedal für eine Bedeutung hat und bringt seinen Wagen zwei Zentimeter vor meinem Kennzeichen zum Stehen. Ankunftszeit in Hormersdorf dann 17 Uhr, statt wie vom Navi heute morgen behauptet 13:30. 
Gerdistan: Viertes Jahr KNRD Fest, jedes Jahr steigt die Freude vorher ins Unermessliche. Mein Tag begann um 06:00 - ich bin im Bett aufgewacht und war aufgeregt wie ein kleines Kind. Dann noch ein paar Stunden zur Maloche und mittags los, so der ursprüngliche Plan. Der ging von meiner Seite auch auf, aber mein Mitfahrer der garstige Grottenolm konnte sich nicht so schnell loseisen, deshalb dann doch eher 14:30 als wir uns auf die B300 schwingen. Ansonsten problemlose Anfahrt, 17 Uhr am Gelände.
Gerdistan: Der Merchtempel - hier würde ich später noch eine Schicht abreißen, denn normale Partizipation am Festival ist mir nicht mehr genug, ich möchte aktiv mithelfen! Das kann übrigens jeder, also einfach mal früh genug anfragen, dann läuft das.
Zwen: Gut, dass wir nicht die einzigen sind, die etwas hinterherhinken. Auch die Eröffnungszeremonie beginnt eine halbe bis eine Stunde später als im Timetable angegeben. Es gibt zunächst ein paar aufbauende Worte und der für dieses Festival ja so wichtige Baum wird in die Mitte der Lichtung gebracht.
Zwen: ...und wie könnte man diesen angespannten Moment besser auflösen als mit einer gemeinschaftlichen Runde Dosenstechen. Natürlich halte ich meine durstigen Kiemen auch mal an das Fässchen.
Gerdistan: Das habe ich wohl leider verpasst. Naja. Zelte müssen auch aufgebaut und Biere getrunken werden.
Zwen: Dann kommt noch der Großkaiser aus Hintertutzingen und entrichtet KNRD ein kleines Schnapsopfer. So, damit wäre dann der offizielle Teil abgehandelt. Schien wohl auch alles seine Richtigkeit zu haben und beim Blick auf die Bierlache, die langsam im Boden versickert, kann man ganz deutlich lesen, dass uns für dieses Wochenende nichts Böses droht und sich für den Posten des Schutzpatrons kein geringerer als der griechische Gott Bacchus verpflichtet hat. Na, da kann ja nichts mehr schief gehen. Also, mögen die Spiele beginnen. 
Zwen: Die Ehre des Openers haben übrigens die WONDER BEERS aus UK. Tatsächlich eher weniger Skatpunk, sondern eingängiger Punkrock mit einem sehr hohen Spaß- und Bierspritzfaktor.
Gerdistan: "Skatpunk"? Wie soll ich mir das vorstellen? "18 weg, Bock, Ramsch, jaaa, Gitarrensolo!"
Zwen: Huch, was das Weglassen eines Buchstabens so alles für Nachwirkungen haben kann. Ob das bei Discharge und ihrem D-Beat wohl auch so gelaufen ist?
Zwen: Ich finde jedenfalls ausgesprochen vorteilhaft, dass ich die meisten Songs, auch wenn ich sie gerade zum ersten Mal höre, schon perfekt mitgröhlen kann.
Zwen: Guckt euch mal das Video zu "Toilet Epiphany" an! Ziemlich witzige Idee und zum Feiern gehört halt immer auch die geschäftliche Sitzung danach. Habe ich mir nicht ausgedacht.
Gerdistan: Geile Band, im Februar schon in Nürnberg bewundert. Jedes Lied handelt direkt oder indirekt vom Saufen, dabei aber immer wunderschön catchy zum Mitbölken, wie Zwen schon sagte.
Gerdistan: Bisschen unpassender Timeslot, so als Opener. Klar, die sind nicht so bekannt, aber die wären einfach besser wenn die Sonne verschwunden und das Publikum stärker alkoholisiert ist.
Gerdistan: Aber Stimmung ist prinzipiell vorhanden und es gibt schon bei der ersten Band die erste "Kreisgrube um den Baum™".
Zwen: ...und der Baum wird um(ge)pogt. Alles läuft wie es sollte.
Zwen: Hach, dieses Festival ist so groß geworden, hach, dieses Festival ist so groß geworden, hach, dieses Festival ist so groß geworden, hach, dieses Festival...
Gerdistan: ... ist wunderbar sympathisch und klein geblieben, auch wenn es jetzt das erste Mal Tickets, Bändchen und Ordner gab. Immerhin 83.3% der bezahlten Kohle bekam man als Getränkegutscheine zurück. Von denen man sich auch Merch kaufen konnte, oder Bargeld. Sehr fair.
Zwen: Dann gibt es Punkrock/Politischen Hardcore, denn OAT sind in verschiedenste Wohnzimmer eingestiegen und haben dort verschieden Spielzeugteppiche mitgehen lassen. Heute fiel die Wahl auf das Modell "Bunte Knöpfe".
Zwen: Geile Aktion einfach mal alles vor der Bühne aufzubauen. Auftritt knallt auch richtig schön rein. 
Gerdistan: Das hab ich leider verpasst, weil... weiß auch nicht. Eventuell musste ich irgendwen vollsabbeln oder ein Zelt festhalten oder was. Gibt immer viel zu tun.
Gerdistan: Aber heimlich irgendwoanders aufbauen als alle anderen Bands find ich prinzipiell gut, so wie das Wochenende davor, als die neue Münchner Startup-Band "Impfmuffel" spontan im Klo vom Kafe Marat gespielt hat.
Gerdistan: Apropos woanders aufbauen, eigentlich wollten die Würzburger "Bob Ross Effect" auf dem Zeltplatz spielen, haben alles aufgebaut und dann ging das doch nicht, weil man den Sicherungen nicht zutraute, eine zweite PA verkraften zu können. Tja!
Zwen: Soweit sehr engagiert und mit einer Menge Energie. Läuft!
Zwen: Oh, guck mal, entweder ich sehe doppelt oder Billie Joe Armstrong hat sich geklont und dabei seine Haare verloren.
Ne, es handelt sich hier natürlich um F.O.D..
Zwen: Man kann sich da aber auch mal vertun, schließlich klingen F.O.D. als hätten Green Day vor ca. 20 Jahren eine andere Abzweigung genommen und hätten sich dem Skatepunk verschrieben. Green Day-Cover gibt es hier natürlich auch ("Nice Guys Finish Last").
Zwen: Auch hier wieder: Definitiv eine runde Sache, die man genauso machen kann.
Gerdistan: Jenz bezeichnet es zwar als schlimmen Rentnerrock, aber mir gefällts wunderbar. Das Album "Tricks of the Trade" wird fast vollständig gespielt, dementsprechend erkenne ich einiges wieder. In zwei Wochen beim Brakrock noch mal, da allerdings zu einer noch unchristlicheren Uhrzeit, obwohl es für die ja quasi ein Heimspiel ist.
Zwen: Leider haben im Vorfeld THEE INFIDELS abgesagt. Schade, ich hätte mich echt über ein Wiedersehen gefreut, aber da machste nix. An dieser Stelle mal gute Besserung an Drummer Freddy. Aufgrund deren Fehlen ist das Live-Programm heute dann doch recht kurz. Jetzt stehen ja sogar schon die PEARS auf der Bühne.
Zwen: Wow, was ein Abriss! Der Sänger bewegt sich wie ein Spinne auf Speed und rennt immer wieder wie wild vor und zurück. Einziges Manko ist nur der Gesang, der einfach viel zu leise ist. Planet-Watson-Sänger Hesse erklärt mir aber, dass das wohl bei denen immer so ist.
Gerdistan: Die Birnen sind immer eine Reise wert. Ich erinnere mich mit Freuden an mein erstes Pears-Konzert in Münster, als mir vorher jemand sagte, der Sänger würde sich benehmen, als würde an ihm ein Exorzismus vollzogen, und ich das dann hinterher nur bekräftigen konnte.
Gerdistan: Ganz so crazy wie damals ist es heute irgendwie nicht, mit rumkriechen und so, aber trotzdem guter Abgang. Da kann man sich schon mal "YOU'RE BORING" in die Fresse schreien lassen und dazu nur wissend nicken.
Zwen: Dann dürfen NOT ON TOUR den tumultartigen Aufstand vor der Bühne beenden. Tja, die Erwartung waren ja nach dieser Wahnsinn-Show vor zwei Jahren beim Punk Rock Holiday extrem hoch.
Zwen: Not On Tour schaffen es aber, nicht zu enttäuschen und liefern ein extrem nach vorne rausgepreschtes Konzert ab, das hier im Publikum nach allen Regeln der Kunst abgefeiert wird.
Gerdistan: Not on Tour sind die beste Band der Welt, das weiß eigentlich jeder, der sie mal live gehört hat, aber die sind auch persönlich alle überaus nett. Auftritt: Abriss. Vollgas, nur Hits. Geil. I wanna be like you.
Zwen: Danach geht es dann rüber zur Acoustic Stage. Laut meinem Running Order müsste hier gerade ARMS & HEARTS spielen. Kann man machen, sicherlich ganz netter Dude mit Klampfe, aber Not On Tour haben mich gerade so zerfickt, dass ich de facto gar nichts mehr kann.
Gerdistan: Daran kann ich mich kaum erinnern, aber wenn ich da war, habe ich bestimmt irgendwas gesagt und dabei "hearts" durch "farts" ersetzt. Ich kenne mich doch.
Zwen: Ich glaube du hast allen von deinem neuen Akustikprojekt "Farts & Darms" erzählt. Irgendwas mit Trompeten glaube ich.
Gerdistan: Danach haben Not on Tour nochmal akustisch gespielt und mich im wahrsten Sinne vom Hocker gehauen. Also ich bin von ner Bierbank gefallen. Aber boah war das gut. War das alles gut. Absacker trinken und ab ins Zelt.
Zwen: Mein Gehirn sagt so: "Komm trink dir noch einen Longdrink, denn, wenn gar nichts mehr geht, dann geht das noch." Ja, schönen Dank! Vor dem Akustik-Set von Not On Tour gehen bei mir jedenfalls die Lichter aus. Sehr ärgerlich!
Gerdistan: Das ist der Andi, der Andi hat eine GoPro und filmt. Warum er hier fotografisch festgehalten wurde, kann ich nur vermuten. Ich denke, es war das Makeup.
Zwen: Ich lasse mich indes in meinen Schlafsack fallen und entschwinde ins Reich der Träume. Gute und bis Morgen!
Gerdistan: Was zum Teufel ist das auf dem Bild?
Zwen: Ich habe da in irgendsoein Loch reinfotografiert. Da ich es am nächsten Tag aber nicht wiedergefunden habe, könnte ich mir auch einfach ins Ohr geknipst haben.


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