Pro-Pain, Tony Gorilla, Recheck your Mindset, Neeva, 10.11.2018 in Lünen, Das Greif - Bericht von der Redaktion
Pro-Pain, 10.11.2018 in Lünen
WTF Pro-Pain in der Nähe???!!! Aber warum in so einer kleinen Klitsche, wo ich tagtäglich ein paar Monate vorbeigefahren bin??? Nach Recherchen scheint die Band Kontakte dorthin zu haben. Also doch irgendwie mal hinein in den Laden.... PRO-PAIN? Die Hardcoreband aus den 90ern spielen um die Ecke in Lünen? Im Greif? Was ist das? Wo ist das? Da gibt es tatsächlich noch nicht einen einzigen Bericht über den Laden auf dieser Seite. Das ist schon komisch, wir rennen doch sonst immer überall hin. Heute also dann das erste Mal in den Lüner Norden.
Neeva dieses Jahr schon drei Mal gesehen... Geile Musik. Schade! Aber nicht so schlimm, da die Vorfreude auf HC einfach riesig ist... Aufgrund eines sehr guten Fußballspiels im Tempel und einer Jubelorgie nach Abpfiff verpassen wir leider NEEVA. Die treffen wir dann aber gut gelaunt draußen vor der Tür und sie erzählen, dass das Konzert recht gut war.
Angekündigt wurde die Band als Alternative Rock..... Als Dortmunder habe ich allerdings noch nie von dieser Band gehört oder gesehen.... Wir kommen rein zu RECHECK YOUR MINDSET. Die spielen auch son Stonergedöns, allerdings mit Gesang.
Für Stoner ist die Stimme wirklich nicht passend. Alternative Rocker halt.... Wobei ich dann leider auch feststellen muss, dass der Gesang mir persönlich etwas zu soft ist. Kein Druck, kein Dampf. Nee, nicht meine Tasse Tee.
Die erste kleine Werbepause, aber keine Werbeveranstaltung: Die erste EP gibt es käuflich zu erstehen. Wer möchte kann hier mal auf YouTube in den Titeltrack reinhören. So bleibt außer ein paar coolen Gitarrenriffs auch leider nicht viel hängen. Schade eigentlich.
Der Sound- und Lichttechniker hat gut aufgepasst.
ABER HIIIIIIILFE!
Eine Ballade zum Abschluss mit finalem Werbebreak.
(◔_◔)
Es ist Weihnachts- und Geschenkezeit... Gitarre und Rhytmus sind ganz geil.
Auch mein erster Gedanke mit Ignite... Vom ersten Song an tanzt der Laden. Sehr hardcorelastiger Punksound, wobei die Stimme vom Sänger unfassbare Ähnlichkeit mit der von Ignite hat.
Die ersten Millenials gehen halt auch schon auf die 40 zu.... Optisch vielleicht auch schon auf die 50... Wie die anwesenden Gäste. Die Band hat ja auch eine Art Heimspiel und die Altersstruktur des Publikums kommt ihr wahrscheinlich auch ziemlich entgegen.
Vielleicht doch schon die beste Band des Abends?
Die Enttäuschung von Recheck your Mind wurde wieder wett gemacht. So vergeht die 35 minütige Spielzeit ziemlich schnell und der Laden kommt schon mal auf gute Betriebstemperatur.
Ach ja, der Laden. JWD, aber in punkto PA ne richtig gute Nummer. Licht, Sound, alles weit entfernt von dem Jugendzentrum umme Ecke. Auch über die Bierpreise konnte man nicht schimpfen. Ich finde Verzehrkarten persönlich ziemlich kacke, aber das muss ja jeder selber wissen. Und nach Hörensagen hat hier auch schon die eine oder andere Band mit größerem Namen gespielt.
Also singen alle erstmal Happy Birthday....
Auch an dieser Stelle:
Alles Gute! Der Schlagzeuger hat heute (10.11.) Geburtstag...
...oO(ohhh dieses Denglisch) *facepalm* Die Interaktion mit dem Publikum einfach mitreißend und hat einfach Spaß gemacht. Für mich die beste Singer-Performance des Abends.
PRO-PAIN next. Gegründet 1992, aus New York. Heute glaube ich nur noch mit Sänger Gary Meskil als Originalmitglied an Board.
Spielen Hardcore mit ner ziemlichen Metalkante drin und durften "früher" auf keinem größeren Festival fehlen.
<3 that Guitar! Nach MADBALL in Düsseldorf dieses Jahr schon mein zweites Konzert alter Heroen. Und nächsten Mittwoch kommen dann auch noch SLAYER nach Dortmund. Ab auf den Balkon der Muppetshow Kiki!
Hab Spotify extra für Dich auf der Hinfahrt abgespielt :D Zum Konzert selber: Wenig altes Zeug im regulären Set. Die neuen Alben kenne ich alle nicht. Und Spotify ist mir zu modern ;-)
Entertainment pur. Das Publikum ließ sich immer wieder aufs neue Motivieren zu Springen, die Hände in die Luft oder mitzugröhlen.
Nach ner knappen Stunde dann der Zugabeblock. Es gab "Make War, not Love" mit seinem fetten Schlagzeugintro, dann irgendwann noch "Switchblade knife" und dann war auch schon Feierabend.
Nächster Werbebreak!
Vorspulen geht leider nicht. Warum zur Hölle wurde nicht "Death on the dancefloor" gespielt? Buh, 6 setzen! Naja, egal. Gary empfiehlt noch den "PRO-PAIN-Christmasmarket" aka Merchstand. Eigentlich unnötig, denn fast jeder zweite Anwesende hatte bereits ein Shirt der Band an (vorzugsweise XXL!)
Abschlussdankesrede, wie geil Lünen sein kann. Hätte ich auch nicht gedacht, dass die so sehr abgehen konnten.
Spaßfaktor 9 von 10 Punkten. Schönes Konzert in gemütlich kleiner Atmosphäre. Reicht dann aber auch erstmal wieder mit Altherrenmusik. Bis Mittwoch bei SLAYER!!
Allerdings eigenartiges Bezahlsystem mit Vorauszahlung einer Verzehrkarte, dazu noch ein Pfandsystem.
Das Punk Rock Leben der Location, sofort Kohle zu kriegen für zunächst Nichts.
Insgesamt coole(r) Sound / Lichttechnik in der Konzerthalle.
Sehr sauber und gute Luft für so eine "kleine" Konzerthalle.
Für eine gute Band dann vielleicht doch nochmal einen Besuch wert. Das erste Mal hier in dieser Lokalität am Rande des Dortmunder Universums.