Konzertrückblick Dezember 2018, 01.-31.12.2018 in Weltweit, überall - Bericht von der Redaktion
Konzertrückblick Dezember 2018
01.12. in Witten: MATT PLESS und SHIBBY PICTURES in Witten. Letzteres ist ein DIY-Filmemacher, der uns kleine Filmchen zeigt. Von ihm gedrehte Musikvideos, einen lustigen Kurzfilm über einen traurigen Menschen sowie eine Doku über Punk und Baseball. Anschließend Akustikgitarrenmusik mit Matt Pless, der gleichzeitig nuscheln und singen kann. Ansonsten gab es Butterneid und Kuchentherapie.
Am letzten Termin war ich auch wieder dabei, wenngleich auch hinter der Bar. Aber nüchtern ist das Ganze einfach nicht dasselbe...das war die einzige erwähnenswerte Kulturveranstaltung im Dezember, die ich besucht habe! Erschreckend. 1. und 2. Dezember: Zwei weitere gigantische Vorstellungen von "DIE GEGGEN GAGGAS - DAS MUSICAL". Am 1. Dezember in HÄDER (siehe Bild) und der Saal war dann tatsächlich bis auf den letzten Platz gefüllt. Am 2. Dezember in der BALLONFABRIK AUGSBURG, für einen Sonntag mit knapp 50 Leuten auch sehr gut besucht und gute Stimmung.
TRAVOLTAS und THE HAWAIIANS in Oberhausen.
THE HAWAIIANS waren sehr unterhaltsam. Drummer spielt im Stehen mit neongrüner Sonnenbrille. Ein schmissiger Song nach dem nächsten. Die Hauptband war sowas wie Jimmy eat world mit Muskeln. Not my cup of tea.
Ich mag Tee 05.12.
THE HAWAIIANS waren sehr unterhaltsam. Drummer spielt im Stehen mit neongrüner Sonnenbrille. Ein schmissiger Song nach dem nächsten. Die Hauptband war sowas wie Jimmy eat world mit Muskeln. Not my cup of tea.
Ich mag Tee 05.12.
06.12. JOE ASTRAY und EMIL BOSSE in Dortmund. Joe Astray macht so Singer/Songwriter-Mucke mit Punkrock-Wurzeln, netter Typ und nette Songs, aber zündet bei mir nicht so ganz. Mag auch daran liegen, dass der Auftritt alle paar Lieder durch Poetry Slam unterbrochen wurde, dargeboten durch Emil Bosse. Boah ey, dieser Poetry-Slam-Singsang-Sprechduktus geht mir echt so dermaßen auf den Keks. Können die nicht einfach normal sprechen? Nee, ständig werden Silben falsch betont und Sprechpausen an den unpassendsten Stellen willkürlich eingesetzt oder weggelassen. Als würde man davon ablenken wollen, dass die Texte eigentlich totale Grütze sind. Ob sie das wirklich sind weiß ich nicht, war abgelenkt.
Dann die alten Hasen aus den USA. Man hört ihnen ihr Alter zwar nicht an, aber man sieht es. Ich bilde mir ein, vor ca. 10 Jahren am selben Ort und Stelle, mehr Energie verspürt zu haben. Trotzdem herrscht ausgelassene Stimmung, gute Songs dafür haben sie ja genug. Hut ab auch vor Aushilfs-Basser Pascal Briggs, der sich so viele Songs draufgeschafft hat. Am Ende freut sich Michi über "Killed by Ants" und der Rest und ich über "Poor & Weird". 12.12. THE BRIEFS und SPIT PINK in Münster im Gleis 22. Draußen herrscht knackige Kälte, drinnen zwar nicht gähnende Leere, aber ich hätte trotzdem mehr Leute erwartet. SPIT PINK supporten gebührend. 77-Punk trifft auf Proto-Punk / Rock. Am Schlagzeug sitzt wer neues, beim zweiten Gitarristen bin ich mir nicht sicher ob der nicht auch neu ist, vielleicht hat er auch nur ne neue Friese. Was auf jeden neu ist, sind die deutschsprachigen Songs im Set. Gehen aber auch gut klar! Ich hab ihre erste LP "Night of the Lizard" immer noch nicht. P.S. Krisko: Ich hab im April Geburtstag!
COPACABANANA Festival in Dortmund im FZW. Co-Headliner und SUPERNICHTS-Nachfolger DETLEF sagen leider kurzfristig ab. Dafür gibts mehr Zeit zwischen den Auftritten, die man mit Rumstehen im überbelichteten und unterbeschallten Vorraum rumbringen kann. TRASHGEFLÜSTER spielen vor zwei bunten Vögeln. SYMMETRY LOVER vepasse ich. METZER 58 machen inklusiven Hardcore-Punk mit deutschen Texten, dessen Inhalt sich durchaus nochmal auszuchecken lohnt. Leider fehlt die halbe Besatzung. Der zweite Sänger könnte nebenbei glatt Wölfis Bauchdouble werden. Danach gibts spielfreudigen, gut gemachten aber durchgekauten Skatepunk von SNARESET. Punk-Veteran TV SMITH geht immer und schafft es auch diesmal, nur mit seiner Gitarre den großen Raum zu füllen. Als Letztes dann die Lokalprominenz von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE. Angeblich ihr letzter Gig, dafür in Frauenkleidung und mit dem Internet am Schlagzeug. Zum Schluss treibt uns die Security wie Vieh aus der Halle.
13.12.
Am 14. Dezember gönne ich mir mal zwei Konzert an unterschiedlichen Orten. Hier NICE NOISE auf der AUGSBURGER WEIHNACHTSINSEL. Netter Coverrock. Besonders im Ohr geblieben ist "Whish You Were Here" von Pink Floyd auf der Tuba dargeboten.
Zweites Konzert an diesem Abend: RUMMELSNUFF in der SOHO-Stage, Vorband macht PROJEKT 26. Letztere wie immer echt gut. RUMMELSNUFF finde ich eine halbe Stunde lang echt witzig, aber der Auftritt zieht sich dann doch etwas zu lang. Die Publikumseinlagen (Armdrücken, Hantelheben) hätte ich mir lustiger vorgestellt. Schau ich mir gerne wieder kurz und knapp auf nem Festival an.
UNTERGANG FESTIVAL Tag 1 im AZ in Mülheim. Relativ spontan fahr ich da auch mal hin. ALARMSIGNAL souverän und mitreißend wie immer, INKASSO MOSKAU ein starkes Brett mit überraschend viel Zuspruch, MYTERROR die Überraschung des Abends und ABRISS, nunja, souverän. Und ein Mitglied des Turnvereins Duisburg stellt sich mir vor und erzählt, er habe jahrelang Albträume gehabt weil ich ihn damals böse angeschaut habe. Sorry.
14.12.
Der Verrückte war nicht ich, lieber Peter. Ansonsten alles richtig gesehen. Toxo stark, KAPUT KRAUTS mit ihrem immer häufiger werdenden Elektroeinlagen einfach super. Und Hermie tanzt so schön <3
KACKSCHLACHT waren solide, irgendwie zu wenig Witze zwischen den Songs. Ziemlich gutes Programm an diesem Untergangssamstag!
Untergang, der Name ist, wie immer, Programm. 15.12. UNTERGANG FESTIVAL Tag 2 im AZ in Mülheim. STACKHUMANS wurden vertrödelt. Egal, ist für mich eh nur Geschepper und Gebrüll. Es beginnt für uns mit CURB STOMP. Richtiger Oi!. So richtig true mit Glatze, Stiefeln und Stolz. Dabei aber natürlich durchweg antifaschistisch. Wenn die Dortmunder so weiter machen, stiefeln sie irgendwann die anderen Stampfer von ihrem Thron. Danach Kontrastprogramm von Loser Youth mit ihrem krawalligen Deutschpunksongs ohne richtiges Ende dafür mit sehr viel Message. Live geil, auf Platte für mich so gar nix. Es folgen TOXOPLASMA, die alle ihre Hits zum Besten geben. Wie zu erwarten viel vom Debüt aber auch was von der Neuen. Ich freue mich zudem über "leben verboten" während ich von einem Verrückten bedrängt werde. Schnell rüber zu den KAPUT KRAUTS. Die legen heute einen ihrer besten Auftritte hin, dem ich bisher beiwohnen durfte. In der Setlist fehlt wirklich nix. Alle sind sie da: Autos, Misanthropen, Leichen im Keller und harmloser Punk. Alle tanzen, alles geil. Danach ist keine Zeit und keine Kraft mehr übrig für eine richtige KACKSCHLACHT. Gute Nacht.
15.12. "Turbojugend Against Christmas" in Wien! Was für ein Spektakel! Es spielen UNTERM HUND, eine Wiener Punkband, die hier ihren ersten Auftritt absolviert. Ein wenig holprig stellenweise aber mit gutem Spirit! Zweite Band sind die unglaublichen BOOGIE HAMMER, ebenfalls aus Wien, die wirklich fantastisch sind und eindeutig zu den Rettern von dreckigem, schnellen Roch 'n' Roll zählen. Wow! Als drittes setzen - natürlich ebenfalls Wiener - FUTONEGRO (sonst als REVEREND BACKFLASH unterwegs) dem Abend die Kirsche auf mit Turbonegro-Cover-Songs mit wienerischen Texten. Großartige Veranstaltung!
15. Dezember: ARBEITSTITEL: BULLENBLUT und ELENDE BAND im Unser Haus e.V.. Erstmal: Enorm guter Bandname (ratet welcher) und enorm gute Konzertlocation. Letztendlich war es dann auch ein echt gutes Konzert, in dem vermutlich kleinsten Konzertraum Augsburgs.
BEI ALDI GIBTS KEIN STERNBURG, BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL, ELENDSHUREN in Greifswald. Außerdem der erste Schnee in Form einiger Flöckchen. Die Hauptband war aber eigentlich die Singstar-Karaoke-Maschine unter der Leitung von Ulf.
15.12.
20.12. HANK VON HELL in Essen im Turock. Mit neuer Band und Debut-Solo-Album im Rücken kehrt der ehemalige Turbonegro-Frontmann nach einigen Kontroversen zurück und hinterlässt entweder bereits im Vorfeld totale Ablehnung aus Prinzip oder frenetischen Jubel bei den Konzerten. Großartige Show mit ein paar weise gewählten Covern und den drei Zutaten, die seiner alten Kapelle leider derzeit fehlen: Humor, Gefahr und Sexiness!
16.12.: SCHEINEILIG auf der WEIHNACHTSINSEL. Super Auftritt! Gute gespielte Hits mit Tuba, Akkordeon und Trompete. Größter Hit: Das Pissoir ist in Gefahr. Und das alles um 11.00 Uhr vormittags.
BLACK HOLE BOMB, 2 FINGER BREIT und WHY DID I WASTE MY MIND ON METH WHEN I COULD HAVE DONE YOGA ALL ALONG. Ein großartiger Abend zwischen Jägermeister-Cola und Wonderwall. Dazu einen ganzen Sack voll Punkrock.
21.12.
KNOCHENFABRIK und MOPED ASCONA in Berlin. Moped Ascona lassen Großes hoffen, Knochenfabrik sind es bereits.
21.12.
BERLIN PUNKROCK ALLSTARS. Verschiedene "Stars" der Berliner Punkrock-Szene würfeln sich selbst zusammen und spielen diverse Punkrock-Cover. Schönes Ding.
22.12.
Weihnacht-Ska-markt in Dortmund. Da hat der Pedro mal ne abgefahrene Idee gehabt: Machste kurz vorm Fest einfach mal ein Open-Air in der Nordstadt. Habe die gereiften Herren der HACKLERS gesehen und für gut befunden. Wetter war nass, Abend trotzdem sehr schön!
22.12.
SKIN OF TEARS, THE SEWER RATS, FOR I AM und THE FLATULINEES im AJZ Bahndamm in Wermelskirchen. Schon wieder eine Weihnachtssause. Diesmal im wunderschönen Bahndamm und mit sehr illustren Gästen. Seit dem Konzert läuft zu Hause "Heartbreaks & Milkshakes" von den Sewer Rats rauf und runter.
22.12.
Was ist ein Jahr ohne Smoke Blow Konzert? Antwort: Scheiße!!
Auch dieses Jahr gab es wieder eine Final Hands Show, passend zu einem "neuen" Album 'Demolition Room'.
Neben den alten Gassenhauern wurde unter anderem mal der 'Beelzebubba Walk' gespielt. Was ne verdammte Hymne.
Wie immer ein grandioser Auftritt!!
Hat mir deutlich mehr Spaß gemacht, als der Auftritt im Gebäude 9 in Köln vor ein paar Jahren. Weiß aber nicht, ob es an mir oder denen lag. Grandioser Abend! Erstaunlicher Weise waren VIELE Karten vorher abzugeben bei FB und vor der Tür. Schön auch, dass es ohne Vorband geht. 22.12. SMOKE BLOW im ZAKK in Düsseldorf.
23.12. RUHRSCHREI, ABSCHAUMBAD, SHOCK OUT, GERÖLLJA im Brauks in Dortmund. Schon wieder eine Weihnachtssause. Diesmal aber die letzte. Als Abschaumbad gespielt haben, habe ich dem Drummer bei Facebook geschrieben, dass sie jetzt mal zum Ende kommen sollten. Das wurde dann aber leider etwas falsch aufgenommen. Shock Out kamen trotz schwerer Verletzung und haben Gitarrensoli aus dem Rollstuhl heraus gespielt, dafür Respekt. Geröllja, die sich inzwischen bestimmt schon 3x wieder umbenannt haben, haben einen wirren Mix aus NW, Noise, Punkrock, Hardcore und Stoner gespielt. Ruhrschrei waren auch noch dabei. Hier bitte Dritte-Wahl-Vergleich einfügen. Danke! Auch ja, Sound war scheiße, sorry.
hier. Auf diesem Bild sieht man mein Essen vom Vortag, da ich mir dachte, dass ich auf dem Punk im Pott jetzt eh zwei Tage Müll fressen werden, daher vegane, gemüsige Dips. Das Festival war gut.
28./29. Dezember: PUNK IM POTT FESTIVAL in Oberhausen. Ausführlicher Bericht
LÜGEN sind auf Tour und haben einen Hobbit im Schlepptau, deswegen kommen wir auch rum. BIJOU IGITT schaffen es, genau die Musik zu spielen, die ich eigentlich am liebsten mag, nur dass in diesem Fall einfach gar nichts hängen bleibt. Dies ist das erste LÜGEN-Konzert, bei dem ich nicht denke, dass die Band schon wieder geradezu unverschämt viel besser geworden ist, als vorher; könnte daran liegen, dass ich sie vor nicht mal einem Monat das letzte Mal gesehen habe. Oder es liegt nur am schlechten Sound heute. 29.12., Köpi Berlin.
Das alljährliche "wir saufen, bis wir Silvester verpennen"-Konzert in der Scharni. Lieblingsband-Konzertabend mit den KAPUT KRAUTS und dem TODESKOMMANDO ATOMSTURM. Nochmal alles gnadenlos abfeiern, denn beide Bands werden danach in die Winterpause gehen. Bei einer von beiden habe ich ein wenig Angst davor, wie lange und wie kalt dieser Winter werden wird, deswegen ist mir heute gar nichts peinlich. Als letztes spielt dann noch STROBOCOP, ich bin absolut hin und weg von dieser genialen Performance. Mein Lieblingslied ist das, wo der Schlagzeuger vor sich hin starrt und seine Becken fest hält und der Knöpfchendrücker seelenruhig sein Smartphone checkt und dabei raucht.
Morgens in der Pommesbude noch Bierschinken-Leuts getroffen, dieses kleine Berlin. Weil dort Polenböller-Krieg herrscht, sind wir aber sehr froh, als wir ein paar Stunden später das rettende, heimische Sofa erreichen. 30.12., ZGK Berlin