Wet Dream War Machine, Pesthole, Nonsanto, 71Tonman, 14.04.2023 in Görlitz, Basta - Bericht von verSemmelt
Wet Dream War Machine, 14.04.2023 in Görlitz
Freitag. Dauerregen. Da gibt´s nichts besseres als sich die Ohren etwas verprügeln zu lassen. Den Auftakt machen 71TONMAN aus dem nicht ganz so weit entfernten Wrocław (PL).
(Lauter) Doommetal mit schweren Gitarren und stoischem Schlagzeug. Ein paar Mal wurde die Geschwindigkeit angezogen und einmal wurde sogar eine Minute durchgeschrubbt und Menschen wie Hansa338 (der erfahrene Bierschinkenleser möge Flashbacks bekommen) starteten schon eine Art Pogo. Kann man so machen denk ich. Vielleicht fehlt mir persönlich irgendwo das gewisse Etwas und es gab auch Phasen wo 2-3 Minuten einfach eine langsame Taktfrequenz gehalten wird. Denn eigentlich kann ich bei so Doom immer so schön in den Sound "reinschlummern" und werde durch die Attacken wieder ins Leben zurückgeholt. Hier holt mich die Walze, entgegen anderer Leuts nicht so richtig ab.
Ebenfalls aus Wrocław kommen NONSANTO und die drehen die Geschwindigkeit auf Anschlag. Irgendwer hat hier mal so einen Satz wie "die beste Art von Core - Grindcore" fallen lassen. Bestätigt sich immer wieder - auch weil ich das nur sehr sporadisch konsumiere. Witzig - Unterhaltsam - Zack - Und fertig.
Und schon wieder die großartigen WET DREAM WAR MACHINE, welche heute ihre 10-tägige Europatour starten.
Der hallige Gesang ist heut viel leiser abgemischt. Ist auch okay, aber die gewisse absolute Sickness aus Bischofswerda kommt so nicht ganz so gut zur Geltung. Das die Band dem hiesigen Plattendealer so gut gefiel, überraschte mich etwas.
Da war dann doch ganz gut Party im Raum. Zu Hause bekomm ich später beim Öffnen des brandneuen Tapes noch den schönen Raumduft einer Lackiererei.
...trinkt man auch etwas. Nett finde ich, dass man Hansa338 auch immer wieder versucht mit Wasser zu versorgen. Hätte man bei einem anderen auch machen können, der zunehmend Geh- und Stehschwierigkeiten hatte.
Finalmente PEST HOLE aus Finsterwalde mit 2 Typen, die eventuell Görlitz als Geburtsort stehen haben. Die Zwei aus FiWa fahren da wohl immer zum Proben nach Berlin um die Band aufrecht zu erhalten. Das nenne ich Einsatz. Internet-Pöbler R. Gonzalez hat sich irgendwann auch noch in die Band gezeckt.
Ziemlich lässig gespielter crusty Thrashmetal wird geboten. Ging richtig gut ab - und obwohl das jetzt schon gut spät wurde - noch ordentlich was los vor der Bühne. Jemand ließ den Vergleich Exploited fallen. Ich überlege immer noch...
Das gleiche Lineup tags darauf nochmal in Polska reinzuziehen - darauf hatte dann keiner mehr Bock. Davon gibt´s aber auch 'nen Bericht.