Telekoma, Tot Durch Sterben, Sachsen Dreck, 25.01.2025 in Görlitz, Basta - Bericht von verSemmelt
Telekoma, 25.01.2025 in Görlitz
SACHSEN DRECK beginnen im schon sehr gut gefüllten Saal mit harschem antifaschistischem Oi. Neben viel stumpfen Gerumpel sticht ein verhältnismäßig melodiöser Titel gegen Alpha-Männer heraus. 2-mal hören wir das Kaltwetterfront-Cover und wenn eine ähnliche Lernkurve wie bei Fontanelle einsetzt, machen die das deutsche Oi-Album des Jahres 2035, falls bis dahin derartige Musik noch nicht verboten wurde. Hust.
Als zweites TOT DURCH STERBEN an die ich irgendwie "Schuld" bin, weil noch irgendwo eine Sprit-/Doordealband gesucht wurde, die halbwegs zu Telekoma passt. Ich kann noch nichtmal nachvollziehen, wie ich auf die gekommen bin. Auf irgendeinen Flyer aus dem westlichen Sachsen könnten die drauf gestanden haben (würde ich tippen). Deren Dialekt sollte auch irgendwo daher stammen. Die Musik selbst ist dann facettenreicher als gedacht. Da gab es sowas wie den kurzen Schrammelpunker "Jürgen" bis zu 3 Stücken, die man unter Balladen verorten kann. Eine der zwei spät gespielten davon wusste echt zu gefallen, was bei so langsamen Titeln nicht so oft passiert bei mir. Geht in Ordnung die Band - Punk halt und TDS haben so eine gewisse Metalkante mit drin - die Instrumente werden auch beherrscht.
Nach etwas Pausengesprächen, über beispielsweise Barockmusik, die doch subjektiv in der Regel ohrenblutenerzeugende Scheiße ist und so auch früher im Schulunterricht von mir behandelt hätte werden müssen, starten TELEKOMA, die man liebt oder eben nicht. Ach nee, es gab vorher noch ein durchaus skurriles Zwiegespräch zwischen Mischer und Sänger über die Lautstärke. Dabei klang das alles beim Soundcheck schon astrein.
Anschließend wird geliefert. 25 Titel werden souveränst durchgeprügelt von einer Band, die echt dieses Jahr schon ihr 30-jähriges feiern wird. Party pur auch im Publikum. Ich merke nebenbei, dass ich Telekoma zum allerersten Male Indoor sehe. Die sind im Osten aber auch oft ausverkauft.
Anschließend "muss" ich auf halben Weg zum Pennplatz noch auf eine Geburtstagsparty (?). Das Bier kostete: "Was ihr geben wollt." und es existierten zwei Floors mit elektronischer Musik und unterschiedlichen DJs, welche aber für mich nicht voneinander unterscheidbarer Klänge erzeugten. Mein Schlafplatz stellt um 4:45 Uhr zum Einpennen irgendein Youtube-Elend ein, der recht unironisch dieses ominöse Dschungelcamp zusammenfasst. So schnell weggepennt bin ich selten.