Defenders Of The Universe, The Higgins:
Split
Mal wieder ein Blindflug. Bis jetzt habe ich weder von Defenders Of The Universe noch von The Higgins was gehört. Nun, beide Bands machen wohl irgendwie was mit Punk, womit wir auch schon die größte Gemeinsamkeit abgearbeitet hätten.
Defenders of The Universe machen musikalisch einen wilden Mix aus Punk, Hardcore, Off-Beat, Soul und Trash, während The Higgins typischen 90er Jahre Punkrock machen. Die Defenders fangen die Split mit sechs zumeist gewöhnungsbedürftigen Songs an. Man, man, ist das ein verrücktes Gewusel an Musik. Da es hier schon mal während eines Songs auf eine bunte Reise durch die verschiedensten Musikgenres geht, wird mir beim Hören zumindest nicht langweilig. Kritikpunkt ist dann aber die Stimme des Sängers. Selber Kritikpunkt, warum ich 90% von HipHop blöd finde: Einfach zu eintönig, keine Höhen, keine Ecken und keine Kanten. Immerhin gibt es zur Erfrischung auch manchmal Gangvocals. Man ist ja schließlich zu circa 26,96% eine Hardcore-Band.
Die zweite Hälfte der Split, also den Teil den The Higgins beigesteuert haben, ist hingegen deutlich mehr meine Baustelle. Hier gibt es gerade herausgerotzten, durchaus rauen, aber sauber und eingängigen Punkrock a la Oxymoron. Eine ganz witzige Abwechslung ist da am Ende der Scheibe der Coversong "Ooz gemein". Erinnert mich ein wenig an das "Snack Platt orrer stirb"-Album von COR, wenn auch weniger Hardcore-lastig und auf schwäbisch statt auf platt.
Fazit:
Ist mal ganz interessant eine Split zu hören, bei der man bewusst zwei Bands aufeinanderprallen lässt, die so unterschiedlich sind, dass man eigentlich ein Kollabieren von Raum und Zeit befürchten muss. Der befürchtete Urknall bleibt jedoch aus. Immerhin züngeln vereinzelt ein paar Flammen auf.