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Heaven Shall Burn:
Of Truth & Sacrifice
Das Release-Datum ist schon eine Weile her. Aber für ein Doppelalbum braucht man auch Zeit, vor allem mit 19 Titeln, die im Schnitt 5 Minuten dauern und in ihrer Vielschichtigkeit erkundet werden wollen. Was meines Erachtens auch nur in nachbarschaftlich nervtötender Lautstärke funktioniert.

Tatsächlich war der Schwarm der HSB-Anhängerschaft doch überrascht, dass nach der angekündigten Pause auf einmal ein neues Album plus DVD-Film aufploppen. Den Film haben wir uns natürlich auch schon im Kino angeschaut, hier gibt's den Bericht dazu. Da juckte es mich schon im Schuh und ich könnte parteiischer gar nicht sein.

Das Album ist thematisch zweigeteilt, eben Of Truth (CD1) & Sacrifice (CD2). Das Gesamtwerk wird bis auf wenige Momente nicht langweilig. Was nicht bedeutet, dass mir jeder Titel zusagt. Jedoch stilistische Ausflüge, die eben nicht ganz so HSB-like sind, holen mich dann hier du da auf jeden Fall ab bzw. im richtigen Moment raus, bevor das altbekannte Frikassieren der Gehörgänge zu monoton wird.
Da sind zu erwähnen „La Résistance“, was einen geilen schon fast Oldschool-Metal-Disco-Tanz-Charakter mit sich bringt. Ich bin direkt wieder 14. Ebenso „Übermacht“ bei dem ich direkt (leider) an Rammstein denken muss. Aber auch das schier endlos wirkende „Expatriate“. Was nicht negativ klingen soll, das Ding braucht einfach Zeit. Über acht Minuten plus Minsker Symphonie-Orchester wollten hier verwurstet werden. Die Elektro- und Synthieeinlagen in diesen Stücken generell machen Bock, wer Böcke mag.

Natürlich kommen die Freunde der gepflegten Darmwäsche auch nicht zu kurz. Der erste Teil bietet nach verheißungsvollem Intro ein paar großartige wuchtige Geräte. Bis zu „Protector“ bleibt einem beim ersten Hören kaum Zeit, den Puls zu normalisieren. Aber dank der „übermächtigen“ Pause hat man dann auch wieder Lust auf die nachfolgenden Sahnestücke. Hat man den ersten Teil geschafft, empfehle ich eine kurze Pause. Sacken lassen, Kamillentee schürfen und durchatmen für Runde zwei.

Die fängt solide an mit „Children of a lesser God“, trotzdem überlege ich hier jedes Mal ganz kurz, ob ich gleich weiter skippe, das ist mir zu langatmig. Mit Stateless nimmt das Geprassel wieder an Geschwindigkeit zu und mündet mit „Truther“ für mich im Höhepunkt, was Herzrhythmusstörungen angeht. Ich bin äußerst verzückt. „Critical Mass“ als einziges Cover reiht sich selbst verständlich thematisch geschmeidig in die politische Haltung der Jungs ein. Themen wie Naturschutz, Faschismus und andere ethische sowie moralische Abgründe werden durchleuchtet. An Interpretationsmöglichkeiten mangelt es nicht.

So!! Beide CDs enden mit einem verdient angenehmen instrumentalen Stück. Und somit ist jede Geschichte erzählt. Meine Herren!

Ein hervorragendes Album mit minimalsten Abstrichen. Nicht nur Standard HSB-Geballer, sondern auch Ausflüge in andere (Metal)Genre unter Mitwirkung diverser Gastsänger, Gast-Gitarrensoli, Orchester und viel Zeit.
frau wolfram 04/2020
Hörprobe:
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Heaven Shall Burn
Musikstil: Metalcore, Death Metal
Herkunft: Thüringen
Homepage: www.heavenshallburn.com
Heaven Shall Burn - Of Truth & Sacrifice

Stil: Metalcore, Death Metal
VÖ: 20.03.2020, CD, Century Media Records


Tracklist:
CD1
01. March Of Retribution
02. Thoughts And Prayers
03. Eradicate
04. Protector
05. Übermacht
06. My Heart And The Ocean
07. Expatriate
08. What War Means
09. Terminate The Unconcern
10. The Ashes Of My Enemies

CD2
01. Children Of A Lesser God
02. La Résistance
03. The Sorrows Of Victory
04. Stateless
05. Tirpitz
06. Truther
07. Critical Mass
08. Eagles Among Vultures
09. Weakness Leaving My Heart



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