Buster Shuffle haben in der Pandemie ein Crowdfunding gestartet, um das Geld für ihr neues Album „Get Steady“ zusammenzubekommen. Ein Tape inkl. Autogramm konnte man für 8 Pfund, eine private Klavierstunde beim Sänger für 95 Pfund und jede Mengen anderen Kram für andere Summen bekommen. Parallel haben sie das eigene Label ‚Do Nothing Records‘gegründet und nun ihr fünftes Album dort veröffentlicht. Und, das verrät der erste Blick, zumindest mit dem Cover haben sie nichts falsch gemacht. Es lässt mich an „Skinhead Love Affair“ und an Rancid denken.
Muss man die Band eigentlich noch irgendwem vorstellen? In den letzten Jahren sind sie konstant getourt, haben Festivals und Soloshows gespielt und sind inzwischen auch außerhalb der Szene bekannt. Auch auf dem neuen Album spielen sie noch immer Ska/2-Tone mit britischen Akzent und Klavier. Musikalisch passt das alles sehr gut zu „One Step Beyond“ von Madness und zu „Happy Hour“ von The Housemartins.
„Get Steady“ versöhnt mich, nach dem schwachen Vorgängeralbum, wieder mit der Band.
Schon der Opener macht klar, was die insgesamt 10 Stücke bieten werden: sehr tanzbare Skamusik gepaart mit ein paar Beschwerden über die Gesamtsituation. Beim dritten Song habe ich Lust auf Sommer, Sonne und Festivals, bei „This City Is Ours“ will ich meine Girl Gang zum Vorglühen einladen und dann gemeinsam zu einem Konzert aufbrechen. Bei „Head To Toes“ reibe ich mich verwirrt die Ohren, da ich gerade ein unpeinliches Liebeslied höre und weiter tanzen möchte.
Das Album endet mit dem bereits vor einem Jahr als Video veröffentlichten Sucker Punch Blues, das klar stellt, dass der EU-Austritt von GB auch für britische Bands richtig scheiße ist.
Für mich das beste Album der Band (bisher). Gut, dass Buster Shuffle für 2022 wieder Konzerte in Europa angekündigt haben, wir sehen uns vor der Bühne.
01. Deadline
02. Go Steady
03. Puke In The Duke
04. This City Is Ours
05. The Hood
06. Wipe Your Nose
07. New Badge For My Uniform
08. In History I Still Have You
09. Head To Toes
10. Sucker Punch Blues