Hier jetzt das zweite Album von G31 aus Hamburg. Entstanden während der Corona-Pandemie. Aufmerksam bin ich auf die Band durch ein Interview in der Plastic Bomb geworden und hab mich dann gefreut, die CD im Rezikorb zu finden.
Beim ersten Durchhören war ich dann ein bisschen hin- und hergerissen. Manche Songs blieben sofort im Ohr und einige erschienen mir irgendwie zu lang.
Aber nach mehrfachen Durchläufen der CD bin ich mittlerweile größtenteils überzeugt von der ‚Insel der versunkenen Arschlöcher‘. Nur der Song Wanda Wandalis wird bei mir weitergeskippt, der kommt einfach musikalisch nicht bei mir an.
Jetzt aber zum Rest des Albums, was ziemlich abwechslungsreich und direkt daherkommt. Im Vordergrund steht die Stimme von Mitra, welche sehr präsent ist und die sehr gute Musik teilweise leicht in den Hintergrund drückt. Die Musik, größtenteils D-Punk, ist in sich sehr stimmig und passt gut zu den kleinen Geschichten, die von Mitra erzählt werden. Thematisch handeln die Texte unter anderem von Leistungsgesellschaft, Nazis und Dagegensein. Die Platte klingt auf jeden Fall nicht aufgesetzt, sondern macht Bock auf ein Live-Konzert von G31.
Absolut gelungen ist das Artwork, sollte aber in LP-Größe angesehen werden, da eine Menge zu entdecken ist. Als Bonus enthält die CD noch 3 weitere Songs, welches glaube ich neue Versionen älterer Songs sind. Auch fein!
Fazit: Ein abwechslungsreiches Punk-Album, welches ein bisschen braucht um zu zünden. Punktet dann aber durch die super Musik und die tollen Texte und Themenvielfalt.
Meine Anspieltipps wären Sonne im Park und Negativ und Revolution spielen und Dysutopie
01. Radiergummi
02. Wir. Dienen. Nicht.
03. Flaschenwerfer
04. Sonne im Park
05. Wanda Wandalis
06. Punkern gehen
07. Grüner Jäger
08. Negativ
09. Revolution spielen
10. Dysutopie
11. Zu schön für dich
12. Der Mensch wächst am Widerstand (Bonus)
13. Sexistische Frauen (Bonus)
14. Behördentanz (Bonus)