Bereits am 8. Juni ist die Platte erschienen, also mindestens einen Monat länger liegt sie schon auf meinem Tisch herum. Ich hatte irgendwie den 30.6. als Deadline im Kopf. Naja, sorry Leute. Ich schreib ja jetzt was!
Club Déjà-vu hauen mit dem kaum hochtrabenden Titel "alles was es gibt" ein neues Album auf den Markt, in der ursprünglichen Besetzung aus Angry Stef, Gregor, Ferdinand und Roland. Wie bisher auch mit Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang arrangiert, ist hier doch eine deutliche Entwicklung der Band spürbar. Die Sologitarre verspielter, die Gesangsharmonien versierter und auch textlich wagt man sich in Gefilde, die den meisten Bands aus vier Männern doch eher verschlossen bleiben. Trotz der eingängig-fröhlich anmutenden Melodien lässt sich den Texten ein gewisser Schwermut nicht absprechen. Wenn man sich an Ferdinand Führers Stimme aber erst mal gewöhnt hat, geht es eigentlich ganz gut ins Ohr. Beispielsweise "habt erbarmen" mutet gerade zu sakral an, brilliert aber durch die schöne Textzeile "und die Engel hassen alle, die gern zur Arbeit gehen". Da fühlt man sich doch direkt abgeholt. Weiterer Anspieltipp: "Gefängnis oder Grab" geht etwas flotter zur Sache und bleibt durch den wiederholenden Refrain auch hängen - großer Hit!
Insgesamt: Der logische Schluss einer Band, die es seit bald 20 Jahren schafft, sich treu, aber nicht stehen zu bleiben. Chapeau (und noch mal sorry für die verspätete Abgabe der Rezi).
Küsschen aufs Nüsschen
euer Gerd
01. Allein mit meiner Zärtlichkeit
02. Schwarz
03. Habt Erbarmen
04. Die große Traurigkeit
05. Gefängnis oder Grab
06. Was als nächstes passiert
07. Das große Werk
08. Vom Himmel herab
09. Kaffee und Schnee
10. Falls jemand fragt
11. Alles, was es gibt
12. Was sie dir erzählen
13. Ein ganzes Leben lang