Monatsrückblick November 2021, 01.-30.11.2021 in Weltweit, überall - Bericht von der Redaktion
Monatsrückblick November 2021
schicki, tippitoppi
05.11. TV SMITH in Berlin,
Yeah, dank meiner lieben Freunde einen Trip zu diesem ausverkauften Konzert geschenkt bekommen. Endlich mal wieder Freakshow, ewig nicht mehr da gewesen. Als ich reinkam und ein Schlagzeug aufgebaut sah, hatte ich ja schon die stille Hoffnung. Und tatsächlich. Der Vom springt im Laden rum. Schön!
TV SMITH startet aber erstmal klassisch alleine, spielt viele Lieder vom aktuellem Album (was übrigens mal wieder top ist). Dann kommt Vom dazu und das Ganze nimmt direkt nochmal ne Schüppe mehr Fahrt auf! Also, TV Smith ist ja einer der wenigen Akustik-Solokünstler, die ich nicht nur respektiere, sondern auch richtig gut finde. Aber mit Schlagzeug verwandelt sich das (gute!) Akustikgeklampfe in eine treibende Punkshow! Der Tim (wie TV Smith mit bürgerlichem Vornamen heißt ;-)) fühlt sich sichtlich extrem wohl dabei. Der alte Mann dreht richtig auf.
Der Abend wird noch lang. Und als wir Vom auf der Rückreise noch am S-Bahnhof treffen, wir lange quatschen (natürlich Zugverspätung) und er mich zum Abschied umarmt und "I love you" ins Ohr haucht, ist der Abend perfekt. 6.11. TV SMITH in Essen, Freakshow.
dieser Rezi, unsere Zusage spontan nach dem Motto "als ob im November Konzerte stattfinden dürfen", aber es kam dann halt doch so und war gut.
Großartig! Genau das, was gefehlt hat und demnäxt (heute ist der 1.12.) dann wohl auch wieder fehlen wird. Auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Aber ich weiß noch, dass es schön war. Ich glaube sogar sehr schön. Wenn der wundervolle Rekorder jetzt noch schmackhaftes Bier im Angebot hätte (Kronen und Stifts stehen zum Verzehr bereit), wäre es hier sogar noch schöner. Aber wer soll das dann alles noch aushalten? (Ansonsten dürfte im HansaZeneca #3, welches Mitte/Ende Dez. vermutlich letztmalig erscheinen wird, noch einiges mehr stehen. Verfasst an einem Tag, wo die Erinnerung noch näher war. Vermutlich am 6.11.)
Das sollte auch eines meiner letzten Konzerte in diesem Jahr gewesen sein - und ich fand es wundervoll, den Rekorder mal wieder von innen gesehen zu haben und noch dazu so gute Musik serviert zu bekommen . Aber seit Corona besuche ich eh nur noch Konzerte von Bands, die ich so richtig richtig gut finde, wo Fakoma und Morra definitiv zu zählen. 06.11. SCHALKO, MORRA, FAKOMA in Dortmund. Schalkos Konzertanfrage nach einem unvorsichtig geäußerten Satz in
Großartig! Genau das, was gefehlt hat und demnäxt (heute ist der 1.12.) dann wohl auch wieder fehlen wird. Auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Aber ich weiß noch, dass es schön war. Ich glaube sogar sehr schön. Wenn der wundervolle Rekorder jetzt noch schmackhaftes Bier im Angebot hätte (Kronen und Stifts stehen zum Verzehr bereit), wäre es hier sogar noch schöner. Aber wer soll das dann alles noch aushalten? (Ansonsten dürfte im HansaZeneca #3, welches Mitte/Ende Dez. vermutlich letztmalig erscheinen wird, noch einiges mehr stehen. Verfasst an einem Tag, wo die Erinnerung noch näher war. Vermutlich am 6.11.)
Das sollte auch eines meiner letzten Konzerte in diesem Jahr gewesen sein - und ich fand es wundervoll, den Rekorder mal wieder von innen gesehen zu haben und noch dazu so gute Musik serviert zu bekommen . Aber seit Corona besuche ich eh nur noch Konzerte von Bands, die ich so richtig richtig gut finde, wo Fakoma und Morra definitiv zu zählen. 06.11. SCHALKO, MORRA, FAKOMA in Dortmund. Schalkos Konzertanfrage nach einem unvorsichtig geäußerten Satz in
06.11. NOX A CARNIVAL VOL. 8 im Tommyhaus zu Berlin. Eintritt frei. Bier zwischen 1 und 1,30€ und dazu dunkler Metal. Die Ohren wurden geschrubbt mit KLUIZENAR. "Abwechslungsfreies Geburtsgeschrei von Ellen Ripley" wurde in den Raum geworfen. Viel interessanter anschließend die Sludge-Band NO GOD ONLY TEETH. Da war schon mehr Groove drin und das tiefe FLINTA-Geschrei gefiel auch. Das absolute Highlight aber HAERESIS. Unorthodox Black Metal stand bei der Veranstaltung. Ich lass das mal stehen. Eine Stunde mit vielleicht 5 Songs, ohne dass Langeweile aufkam. 3 lange Sets, 2 lange Umbaupausen und um 2 konnte man wieder rausstolpern aus einem nach Kurkuma und Orange riechendem Schicksaal. Einen Einschlaftinnitus hatte ich auch ewig nicht mehr...
PISSE, WAX LEGS, DER HUHNMANN im Festsaal Kreuzberg in Berlin-Treptow. Merkt man Teile des Berichtes etwas den innerlichen Frust an? Der Huhnmann provozierte, Wax Legs sind toll und Pisse souverän trotz Pfandbecherhagel.
07.11.
09.11.2021 Urlaub in Italien, Besuch des Hell-Smell-Studios in Rom, Bierchen mit dem Chef. Rest der Reise vergeht mit Sightseeing und Saufen, das einzige Konzert war ein Streichquartett in einer Kirche, welches die vier Jahreszeiten von Vivaldi aufgeführt hat. Mal was anderes!
LOS FASTIDIOS und UPPERCUTS in Cottbus. War das dann doch schon der Konzertjahresabschluss???
12.11.
13.11. Köln: The großartigen Hives und The Dahmers. Zweitgenannte überzeugen mit wilder Show und klingen nochmal doppelt so gut wie auf Platte. Die Hives waren mir früher nicht so wichtig, seit dem letzten Album 'Lex Hives' ist der Knoten aber geplatzt. Jebus, ist das schon 9 Jahre her? Was machen die? Auch live haben sich die Schweden perfektioniert und sind eine Unterhaltungskanone aller erster Kajüte. Man bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht die gleiche Energie als Zuschauer aufbringt, wie die Band auf der Bühne. Beeindruckend!
13.11. Kesselhaus Greven: Smierfäst Tag 2, die Band Snareset feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Eigentlich wollte ich an jenem Tag Thrun in Hamburg besuchen, aber wenn A Time To Stand sich eins ihrer seltenen Stelldicheins geben, müssen wir natürlich dorthin fahren. Thrun am Bahnhof von Delmenhorst eingesammelt, ab nach Greven, Ferienwohnung klargemacht, fünf sechs Bier und auf dem Klapprad zum Kesselhaus. Eher sauber und wenig Aufkleber, dafür ist es wenigsten klein. Die erste Band müsste die auf dem Foto sein und sie hießen OATUMN, ich fand sie nicht gut. Danach dann DISMALFUCKER, die gleichermaßen geilen Ballerbumskrachpunk spielen und ebenbürtig besoffen sind. Witziges Spektakel. Danach dann A TIME TO STAND, die eigentlich ja immer gern als erstes spielen, aber ich glaube dann hätten die Dismalfuckers ihre Instrumente nicht mehr halten können. ATTS jedenfalls wie gewohnt super. Danach spielten noch SHORELINE, die für mich leider klingen wie Mumford & Sons mit etwas mehr Schlagzeug. Noch vor Ende der Show bumsvoll ins Bett gefallen. Gerne wieder.
MASSENSCHLÄGEREI, APROPOKALYPSE und FIRST CLAUS in Hamburg. Wochenende auf St. Pauli und dann Punk-Konzert im wohl letzten noch nicht von der Gentrifizierung betroffenen Unterschlupf des verdreckten Widerstandes. Die Bands haben alle richtig schön abgeräumt, Bier gab es gegen Spende und sogar ein bisschen Pogo. Vor allem Massenschlägerei überzeugen mich über alle Maßen. Nerve nun alle damit, dass sie sich doch bitte dies hier anhören sollen.
20.11.
Nachdem letzte Woche diverse Konzerte wahlweise ausverkauft waren oder ausfielen, bin ich überpünktlich in der Baracke und freue mich über die monatliche Punkbar. Vermutlich die beste Veranstaltungsreihe in dieser Stadt! Pisscharge sind ganz anders, als ich die in Erinnerung hatte. Vielleicht hab ich die bisher mit irgendwem verwechselt? TBA bzw. Sickbag fallen aus Gründen aus. Und Atom Atom verursachen endlich mal wieder einen feucht-fröhlichen Rutschpogo am Aasee. Dazu viele bekannte und neue Gesichter, kaltes Hansa und lustige Sticker aufm Klo! Wer die Punkbar nicht liebt, soll Deutschpunk verlassen!!! 20.11. ATOM ATOM und PISSCHARGE in Münster
21.11. in JJs Pub in St. Wendel. Urlaubstage müssen weg, also fahren wir noch mal, ja, äh wohin denn? Guck mal, der Sänger von Belvedere spielt irgendwo im Saarland, lass doch da ein paar Tage hin. Gesagt, getan, angekommen, festgestellt, dass die Zentrale von Kidnap Music bzw. Tante Guerilla 50 m neben unserer Ferienwohnung ist. Punkrockcity St. Wendel! Jedenfalls hat dann am dritten Tag STEVE RAWLES mit zwei Supports, die ebenfalls nur eine Akustikgitarre dabeihatten, gespielt. Die Opener eher melancholisch, haut Steve in bester Alleinunterhaltermanier Witze und Geschichten raus und spielt dazwischen Lieder von seinem Soloprojekt, von Belvedere und covert irgendwelche Klassiker von NOFX und Bad Religion. Aufgrund dieses umfangreichen Fundus hätte ich etwas mehr Spielzeit als 45 Minuten erwartet, aber war auf Spendenbasis, will mich nicht beschweren. War super.
Wenn man schon im Saarland ist, kann man sich ja auch mal Gimbweiler angucken, allerdings ist da überhaupt NICHTS los. Keine Menschenseele, kein Laden, kein gar nichts. Hightlight: Auf dem Pfahl des Ortseingangsschild klebte ein Aufkleber des Rollerderby-Teams von Potsdam. Jetzt klebt einer von Augsburg darunter. Auf dem Rückweg nach Augsburg haben wir dann noch in Stuttgart eine Lesung von STEFANIE SARGNAGEL besucht (22.11.). Inzwischen war sogar im Innenraum FFP2-Maskenpflicht, irgendwie sinnlos wenn Getränke ausgeschenkt werden und jeder die Maske alle paar Minuten von der Nase nimmt... war auf jeden Fall witzig, gerne wieder.
26.11. Chefdenker, Sonic Ballroom, Köln: Das müsste sich zu meiner bisher wohl längsten Anreise zu einem Konzert entpuppen. Morgens um 5:30 an der Costa del Sol zu starten, um abends mit Umweg über Málaga und Weeze dann endlich im ca. 20 Grad kälteren Köln anzukommen. Glücklicherweise erwartet uns in Köln ein kleines Empfangskomitee des besten Kölner Klüngels zum Essen und ein vorab gebuchter „Bürgertest“ (in 10 Jahren weiß hoffentlich keiner mehr, dass man sich hier nicht einem Intelligenztest vorm Konzert unterziehen musste, sondern irgendwas mit Pandemie war), um später mit einer Sorge weniger im ausverkauften Ballroom zusammen mit 40 anderen Leuten im 2G+ Umfeld dem Konzert zu lauschen und der Tresendame zu huldigen…Beste Voraussetzungen also für eine letzte Konzerterinnerung vorm diesjährigen Lockdown (Danke an alle unsolidarischen Kackbratzen dafür). Chefdenker top in Form - Höhepunkt ist ein Zugaben-Set zu Ehren des kürzlich verstorbenen Hank von Hell (und Ted Herold?) bei dem sich extra äußerst anmutig in Schale geschmissen wurde (siehe Foto). Würdiger Abschluss.
Typ, der Flüssigkeiten mit Stromstößen malträtiert und dabei allerhand faszinierende Formen erzeugt. Alles sehr spannend, aber mitunter auch verstörend. So einmal im Jahr könnte ich mir das geben, wenn nicht die Ansage gekommen wär, dass dies das allerletzte Shiny Toys gewesen sei.
13:57 Uhr: Fö schreibt mir, dass er mit Begleitung nach Mülheim zu so einem Noise-Kunst-Zeugs fahren will. 18:25 Uhr: Telegram zeigt mir seine Nachricht an. Während ich bereits ohne Hose im Bett liege, sitzen die anderen schon in der Bahn. Spontan beschließe ich nachzukommen. C-Test habe ich heute glücklicherweise in weiser Voraussicht bereits gemacht. Fö schreibt mir unterwegs noch, dass die Veranstaltung im Ringlokschuppen stattfindet. Eine nicht gerade irrelevante Info, sonst wäre ich nämlich schnurstracks ins AZ gegangen. Auch okay, da ist nämlich heute Kneipe. Dennoch steht mir der Sinn mehr nach Kultur als nach Ekelsuff, von daher ist der saubere und mir bisher nicht bekannte Ringlokschuppen die bessere Wahl. Das Programm - wobei ich wohl nur einen Bruchteil gesehen habe - gefällt mir auch. Kein Act ist mit dem vorherigen auch nur annähernd zu vergleichen. Generell gibt es in meinen Augen mehr Kunst als musikalische Darbietungen oder gar Rockshows. Nur die letzte Band 120 DEN bietet gewohnte Strukturen, die fast so etwas wie Orientierung schaffen: Ansagen, Menschen mit so etwas wie Instrumenten und am Ende sogar eine Zugabe. Ist ja schon fast Mainstream, aber eben nur fast...so haben die Protagonist*innen allesamt umgebaute Schaufensterpuppen-Beinchen, auf denen sie mal tuten, schlagen, streicheln, klimpern oder was auch immer. Die anderen Künstler*innen waren auch gut (insofern dieses Adjektiv bei dieser Art Musik überhaupt Sinn macht) oder zumindest interessant. 27.11. SHINY TOYS Festival in Mülheim mit 120 DEN, Ralf Baecker, Ale Hop u.v.a. Was ein skurriles Festival! Allerlei Künstler*innen mit ungewöhnlichen Instrumenten erzeugen jede Menge Krach und dissonante Töne, visuell werden auch Grenzen gesprengt. Beispiel: Ein
13:57 Uhr: Fö schreibt mir, dass er mit Begleitung nach Mülheim zu so einem Noise-Kunst-Zeugs fahren will. 18:25 Uhr: Telegram zeigt mir seine Nachricht an. Während ich bereits ohne Hose im Bett liege, sitzen die anderen schon in der Bahn. Spontan beschließe ich nachzukommen. C-Test habe ich heute glücklicherweise in weiser Voraussicht bereits gemacht. Fö schreibt mir unterwegs noch, dass die Veranstaltung im Ringlokschuppen stattfindet. Eine nicht gerade irrelevante Info, sonst wäre ich nämlich schnurstracks ins AZ gegangen. Auch okay, da ist nämlich heute Kneipe. Dennoch steht mir der Sinn mehr nach Kultur als nach Ekelsuff, von daher ist der saubere und mir bisher nicht bekannte Ringlokschuppen die bessere Wahl. Das Programm - wobei ich wohl nur einen Bruchteil gesehen habe - gefällt mir auch. Kein Act ist mit dem vorherigen auch nur annähernd zu vergleichen. Generell gibt es in meinen Augen mehr Kunst als musikalische Darbietungen oder gar Rockshows. Nur die letzte Band 120 DEN bietet gewohnte Strukturen, die fast so etwas wie Orientierung schaffen: Ansagen, Menschen mit so etwas wie Instrumenten und am Ende sogar eine Zugabe. Ist ja schon fast Mainstream, aber eben nur fast...so haben die Protagonist*innen allesamt umgebaute Schaufensterpuppen-Beinchen, auf denen sie mal tuten, schlagen, streicheln, klimpern oder was auch immer. Die anderen Künstler*innen waren auch gut (insofern dieses Adjektiv bei dieser Art Musik überhaupt Sinn macht) oder zumindest interessant. 27.11. SHINY TOYS Festival in Mülheim mit 120 DEN, Ralf Baecker, Ale Hop u.v.a. Was ein skurriles Festival! Allerlei Künstler*innen mit ungewöhnlichen Instrumenten erzeugen jede Menge Krach und dissonante Töne, visuell werden auch Grenzen gesprengt. Beispiel: Ein