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Punx Picnic Tag 1: Fatigue, Resistenz '32, Black Square, Ponys auf Pump, Shell-Shocked, 26.08.2022 in Neubrandenburg, AJZ - Bericht von der Redaktion

Punx Picnic Tag 1, 26.08.2022 in Neubrandenburg

Fö: Urlaub! Diesmal zieht es uns an die mecklenburgische Seenplatte, wo es viele Seen und wenig Platten gibt. Wirklich schöne Gegend! Für meinen Geschmack zu wenig Berge, aber man kann nicht alles haben. Dafür zeigt ein Blick in den Kalender: Wir sind zufälligerweise genau dann da, wenn das Punx Picnic stattfindet! Dort haben wir vor 5 Jahren mit Betrunken im Klappstuhl gespielt und es war sehr schön, auch wenn ich immer noch nicht verstehe, warum irgendwer auf die Idee kommt, so eine Band zu buchen. Aber anscheinend haben die Verantwortlichen daraus gelernt und das komplette Orga-Team ausgetauscht, so findet sich dann auch im diesjährigen Lineup keine einzige Scheißband. Oder?
Melle: Yay. Urlaub 🧳 ich finde die fehlenden Berge nicht so schlimm. Ich laufe mir wie gehabt ne Handvoll Blasen. Oder eher einen Fußvoll. Schön hier auf jeden Fall. Und praktisch, dass wir noch das Punx Picnic besuchen können.
Fö: Nach Neubrandenburg kommt man, indem man sich durch den Urwald schlägt. Als erfahrene Outdoor-Spezialist*innen meistern wir das natürlich mit Bravour.
Melle: 1-2 mal mussten wir uns mit der Machete aus dem Schilf befreien und einer einer monströsen Seeschlange ausweichen.
Fö: Für heute gibt es eine Unwetterwarnung und tatsächlich erwischen uns Platzregen und Gewitter. Für ein Open Air nicht die besten Bedingungen, weswegen die Bühne kurzfristig nach drinnen verlegt wird. Anders als damals vor 5 Jahren war eigentlich eh nur eine Bühne geplant. Da draußen schon alles aufgebaut ist, dauert es trotzdem ne Weile, bis es drinnen dann schließlich losgehen kann.
Melle: Aber die Location ist ein Traum. Früher war das Haus mal ein Ausflugslokal für Omi und Opi, wo nach dem Spaziergang am See Kaffee und Kuchen schnabuliert wurde. Wir fühlen uns ja auch schon ein bisschen wie Punk-Omi und Opi und fühlen uns direkt wohl. Kaffee und Kuchen tausche ich gegen Gulasch und Sterni.
Fö: SHELL-SHOCKED aus Berlin machen den Anfang! Zu hören gibt es ziemlich rauen bis wütenden Streetpunk. Ganz cool, leider aber auch etwas unspektakulär, nach 3 Liedern hab ich das Gefühl schon alles gehört zu haben.
Melle: was Fö sagt, nicht miserabel aber sehr einseitig.
Fö: FATIGUE kommen ebenfalls aus Berlin und auf die hab ich mich sehr gefreut. Bisher nie live gesehen, aber viel Gutes gehört. Und nicht zuletzt spielen sie ja auch beim nächsten Pankdemic! Gute Gelegenheit, mal unter die Lupe zu nehmen, was wir uns da eingeladen haben.
Melle: 🔎 
Fö: Wir werden nicht enttäuscht! Find's live deutlich krachiger als von Tape, was dem Gesamteindruck sehr zuträglich ist. Musik ist halt so Punkrock mit grungigen Einflüssen. Kommt schön angepisst rüber.
Melle: Due Stimme ist ein Mittelding zwischen angepisst und wehleidig. Schön untermalt durch den satten Sound. Ein Shirt habe ich mir schon vorher gegönnt. Geniales Teil.
Fö: Warum sich einige Leute im Publikum trotzdem nicht davon abhalten lassen, anderen nicht nur die Sicht zu versperren sondern auch noch lange Gespräche zu führen während vorne die Band spielt, verstehe ich nicht. Geht doch einfach raus, ey.
Melle: Ich war auch kurz vorm Pöbeln. Hab mich aber dann einfach vorgedrängelt. Dann ging’s.
Fö: Was soll das mit dieser bekackten Nebelmaschine? Gibt es wirklich Leute (abgesehen von Lichttechniker*innen), die dem tatsächlich etwas Positives abgewinnen können?
Fö: RESISTENZ '32! Dazu erstmal Vorschusslorbeeren: Ihr Debütalbum "Krisenzeiten" war vergangenes Jahr eines meiner absoluten Highlights. Richtig starke Platte. Dementsprechend auch die Band, auf die ich bei diesem Festival am meisten gespannt war.
Melle: Von denen hätte Fö auch n Shirt gekauft. Voraussetzung: es darf nicht schwarz sein. Dreimal dürft ihr raten 🥲
Fö: Und was soll ich sagen, saugut das alles. Deutschpunk, aber musikalisch fernab vom Einheitsbrei. Texte politisch und direkt. Viel Bewegung auf der Bühne, beziehungsweise eher vor der Bühne, die Sängerin zieht gerne ihre Kreise durch die Crowd, macht voll Bock!
Melle: Krasse Scheiße. Hammer Organ, was die Frontfrau da auspackt. Ein geiler Abriss!
Fö: ey, Yok liest bestimm mit! Das heißt Klops!
Fö: Kommt auch gut an, einige Textsichere hier, umso mehr Tanzwillige. Und auch wenn ich's so erwartet habe: Einfach mein Highlight des Wochenendes! Wer es nicht eh bereits gemacht hat, hört da einfach mal rein. Son bisschen wie Todeskommando Atomsturm mit mehr politischen Parolen. Richtig gut!
Melle: Mein Favorit an dem Abend “Ohne Abschied”. 
Fö: Das Cover von Schleim-Keim hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber kommt man wohl nicht drumrum. Der Sänger von Shell-Shocked freut sich umso mehr und schnappt sich das Mikro.
Melle: ach das war n Cover ? 🥲 
Fö: Und nun BLACK SQUARE! Mittlerweile schon echt oft gesehen, auch wenn das letzte Mal nun auch schon wieder einige Monate her ist. Und mal wieder sehe ich die Band nur als Duo. Schade! Aber nunja. Freu mich immer die beiden zu sehen, egal ob auf der Bühne oder abseits davon.
Melle: Lerne die beiden vor dem Gig erstmalig kennen. Sehr sympathisch, kaufe n TShirt. Jau, Merch-Junkie. 
Fö: Konzept der Band sollten eifrige Leser*innen dieser Seite mittlerweile kennen: Es gibt schnelle Schrei-HC-Crust-Punk-Brecher und dazwischen lange Ansagen, die ganz ohne Parolengewäsch auch mal etwas ausführlicher auf die besungenen Themen eingehen. Ich mag das sehr, die Band hat was zu sagen.
Melle: Lang und teilweise unbequem sind die Ansagen. Auch Selbstkritik und Kritik an der Szene. Gefällt nicht allen. Aber auch hier steht es frei, den Raum zu verlassen.
Fö: Beim nächsten Mal dann bitte mit Schlagzeugerin, ok?
Melle: was Fö sagt 
Fö: PONYS AUF PUMP, schon wieder ne Band aus Berlin! Kannte ich bisher nur vom Namen und weil sie ne Split mit Bschißn auf Phantom Records hatten. Trashiger Lofi-Punk mit Synthie. Durch den Synthie kommt auch ne ordentlich tanzbare Komponente dazu, wobei der sich nicht immer durchsetzen kann.
Fö: Gefällt mir ganz gut, ist aber auch nach ein paar Liedern ein wenig eintönig. Oder bin ich einfach müde?
Melle: Zwei bis drei Songs lang finde ich’s amüsant. Dann langweilt es mich. Aber das Keyboard fetzt. Vorher wurde ein bis dreimal die Nebelmaschine in dem sehr kleinen Raum betätigt. Fand ich semigeil. Die Sängerin fordert es dann aktiv ein. Ich gehe dann lieber mit Sterni an die frische Luft.
Fö: Anschließend spielen noch Atom Atom, aber wir haben Urlaub, da darf man es sich ja auch mal erlauben, früher abzuhauen. Also verpassen wir die. War schon mal ein sehr schöner erster Tag vom Punx Picnic, mal sehen wie es morgen so läuft!
Melle: Oh, aber n Foto hat er noch gemacht. Hochprofessionell. Ich wahrscheinlich Selfies aufm Klo. Oder n Lungenbrötchen gegönnt. Gute Nacht.
Fö: Nö, haha, von wegen professionell. Abgesehen dass auf den Fotos eh nix zu sehen ist, entstand dieses noch bei Ponys auf Pump. Ups. So, bis morgen!


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