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W:O:A 2011, Teil 1 (02./03.08.2011): Mambo Kurt, Blechblosn, Schwimmbad-Kapelle in Wacken, Festivalgelände - Bericht von Fö

Wacken:Open:Air 2011, Teil 1 (02./03.08.2011)

Dienstag/Mittwoch - Donnerstag - Freitag - Samstag

Mal wieder Wacken. Hatte ja eigentlich nicht wirklich Bock, da wieder hin zu fahren. Aber ihr kennt das ja mit dem "eigentlich"...dieses Jahr ist unser "Team" mal wieder in Minimalbesetzung vertreten. Mike, Kulike, Ulf und Fö lauten diesmal die Positionen auf der Spesenabrechnung. Was die Reisegruppe aus Dinkelscherben betrifft, die waren eh nur da um sich Beleidigungen an den Kopf werfen zu lassen.
Abfahrt und dementsprechend Ankunft: Dienstag. Zu meiner großen Freude. Kann man doch nen Tag, an dem eh keine Bands spielen, prima dazu nutzen, die Unmengen an mitgebrachten Alkoholika genüsslich zu verzehren, sich über Scheiße in seiner Reinform zu unterhalten und Leute zu mobben, einfach weil sie es "verdient" haben. Da meine Leber mir die Grundbedingung "Alkoholika" jedoch weiterhin verbietet, muss ich halt den anderen bei ebenjenen Aktivitäten zuschauen.
Die Bauwagencrew rund um Achim hat dankenswerterweise wieder Platz freigehalten für die "Roadies der Duschband", weswegen schonmal für enormen Unterhaltungsfaktor gesorgt ist. Neu im Camp ist unter anderem diese Rutschbahn, außerdem gibts Bierwagen, Hantelbank, Kühlerhaubengrill, Hau-den-Lukas, Massagegerät und wat man sonst noch alles un-be-dingt auf nem Festival braucht. Großartig!
Auch Pflicht: Grillen. Ulf hat zu diesem Anlass auch extra seine Kohlen aus dem Keller geholt. Die beworbene "perfekte Glut in 30 Minuten" stellt sich etwa nach 2 Stunden ein. Der Trick ist, einfach andere Kohlen als die aus der Tüte zu verwenden.
Pavillon steht. Damit es dadrunter nicht so leer aussieht, bauen wir es einfach über dem Zelt unserer uns bis dahin unbekannten Nachbarn auf, den restlichen überschüssigen Platz nutzt Achim konsequenterweise als Carport. Passt also genau noch unser Tisch drunter. Kulike mischt Kulike.
Nächster Tag: Mittwoch. Plan für heute. Suff! Ich bin quasi im siebten Himmel. Dankenswerterweise lässt es das W:O:A zu, dass man Glasflaschen im Auto transportiert - weswegen ich nicht auf mein geliebtes alkfreies Bier verzichten muss. Juhu, ey. Achja, Foto: Mike beweist seine Fingerfertigkeiten am Hau-den-Lukas.
Endlich wieder Wackener Freibad! Hab ich mir die letzten Jahre ja immer gespart, weil dat Saufen am Zelt einfach mehr Priorität hatte. Diesmal, äh, ist alles anders. Schon irgendwie geil, ein ganzes Freibad voller betrunkener und gut gelaunter Metaller. Irgendwann marschiert sogar eine Kapelle ein.
Das führt dann zu einigen Walls of Death und Circle Pits im Nichtschwimmerbereich, während die Kapelle Klassiker von AC/DC, Metallica, Motörhead und weiteren intoniert. Fast schon surreal, aber wir sind hier ja schließlich in Wacken, da muss man sich vor nichts wundern.
...ist aber auch eigentlich gar nicht wichtig. Bier trinken ist wichtig. Prost!
Rückweg durchs Dorf. Immer wieder herrlich, was die Wackener Dorfgemeinschaft alles an Wegesrand-Unterhaltung aufbietet. Schnaps, Bier und Bratwurst an jeder Ecke. Den Mettbrötchenstand konnten wir nicht ausfindig machen - aber der raffinierte Ulf wird kurzerhand selbst aktiv und besorgt die nötigen Zutaten im örtlichen Supermarkt. Lecker!
Zurück auf dem Festivalgelände. Irgendwie hat man den Eindruck, als würde hier alles von Jahr zu Jahr größer, obwohl doch die Besucherzahlen dank regelmäßigem Ausverkauf eigentlich stagnieren sollten...mit ein Grund, weswegen ich "eigentlich" keinen Bock aufs Wacken habe. Zu viele Leute und somit auch zu viele Asis. Naja.
Und jede Menge Sponsoren und demzufolge zu viele sinnlose Aktionen ebendieser. Hier: 6 Stunden Pfahlsitzen damit die Überlebenden bei Helloween im Pressegraben stehen dürfen. Was man nicht alles tut...vielleicht sollte man das W:O:A einfach in Wacken:Kirmes umbenennen. Nächstes Jahr dann auch mit Autoscooter und Teddybärchen-Schießen.
Wacken:Oktoberfest passt auch. Ab in den Biergarten, gezapftes Blondes genießen. Oder zugucken, wir andere dies tun, was ich vorziehe. Insgeheim freue ich mich ja darüber, wie viel Geld ich nicht ausgegeben habe, dadurch dass ich nicht saufen darf. Der Rest der "Redaktion" hat Spaß.
Selbstverständlich hat der Biergarten auch ne eigene Bühne (im nächsten Jahr wird auch das Scheißhaus ne eigene Bühne haben!). Dort sorgen diverse Schunkelkapellen für musikalische Untermalung beim Bierbecher-Wettleeren. Jetzt gerade am Werkeln: Die BLECHBLOS'N.
Ganz lustig. Bayrische Trachten servieren Volksmusik mit Blasinstrumenten. Selbstverständlich mit einer dem Wacken angepassten Setlist. Schließlich haben auch hier die Musiker (angeblich) Metalvergangenheit und moshten bereits zu Iron Maiden, als unsereins noch in die Windeln schiss. Zumindest wollen sie uns das weis machen.
Geboten wird allerlei Kost. Lauter Coversongs von AC/DC, ZZ Top oder KISS (sogar mit angemessener Verkleidung), manches auch zum Davonlaufen wie Sportfreunde Stiller oder zum x-ten Male die White Stripes. Den größten Moshpit gibts eh bei den Wildecker Herzbuben oder dem bayrischen Klassiker "Fliegerlied", den hier mehr Leute kennen als ich gedacht hätte.
Also alles ganz unterhaltsam. Aber, großer Fehler: Die "Blechblos'n" besitzten tatsächlich die Frechheit, "Dancing Queen" NICHT zu covern. Hätte ich die Band gebucht, ich würde sie direkt wieder nach Hause schicken. Hier sieht man Mike, wie er sich lauthals über dieses Unding beschwert.
Zurück zum Zelt! Abendessen! Fleischzeit! Nebenbei bekommt unser Nachbar zu spüren, was es heißt, wenn Mike sagt "sei mit der Soße sparsam". Merke: Eine Soße, die "Mega-Death" heißt, könnte eventuell nicht nach der Band sondern nach dem Schärfegrad benannt sein...
Allgemeines Rumlungern vor Achims Bauwagen und vor den monströsen Boxen, aus denen unentwegt Krach dröhnt. Aber Achtung, Neuerung: Nach Absprache mit der WOA-Geschäftsleitung werden die Boxen um 2 Uhr runtergefahren, um der Nachbarschaft wenigstens ein klein wenig Schlaf zu gönnen. Find ich gut.
Der Bauwagen ist selbstverständlich auch Anziehungspunkt für alle möglichen weiteren Gestalten. Fernsehteams geben sich die Klinke in die Hand, besoffene fallen minütlich durch die Pforte, Halbstarke zeigen sich begeistert von der Hantelbank - und da wären noch die niveauvolleren Gäste. Für ordentlich Unterhaltung sorgen diese beiden Mädels mit Feuerspucken und Fackel-Jonglieren. Mitten in der Nacht. Haben die etwa nicht getrunken?
Okay okay. Wenn man schon mal aufm Wacken ist, sollte man auch MAMBO KURT einen Besuch abstatten. Der spielt ja eh ungefähr jeden Tag auf gefühlt 20 Bühnen gleichzeitig. Quasi eine Institution auf dem Wacken oder auch der oft dargebrachte "Beweis" dafür, dass Metaller ja doch Humor haben. Naja, lustig is er ja.
Das Programm aber seit eh und je ohne große Neuerungen. Der Heimorgelkönig führt munter durchs Programm und wird für alles abgefeiert, was er macht, kann dank Alkoholzuspruch sogar einigermaßen englisch und serviert uns diverse Klassiker wie den größten deutschen Bossanova-Song (Rammsteins "Engel") oder den greatest german song ever (Scooters "Maria") auf Marschmusik getrimmt.
Ein kleines Highlight ist der Popsong-Zwischenpart mit "Rhythm Is a Dancer", "Sing Hallelujah", "I like to move it" und "Das geht ab", zu dem ein paar Tänzerinnen und ganz gendergerecht auch Tänzer auf die Bühne gebeten werden, um ihr Ego aufzupolieren. Dafür kriegen sie ein paar Freibier spendiert. Coolster Typ: Einer teilt das Freibier sogar bereitwillig mit der übrigen Menge vor der Bühne. Wird dafür aber von den Security-Leuten runter geschmissen.
Mambo Kurts Ansagen gewohnt trocken und selbstironisch. Neben seiner Heimorgel stellt er noch weitere Instrumente vor wie ein Umhängekeyboard oder den C64 - zu Deichkinds RemmiDemmi. Ein beachtliches Arsenal an Songs also, die schon im Original nicht zu ertragen sind. Dazwischen aber auch ein paar Sachen wie Rage Against The Machine, Slayer oder System Of A Down, die nirgendwo besser funktionieren als vor so einem Publikum.
Ziemlich gruselig: Die lautesten Mitsing-Chöre erschallen weder bei Slayer noch bei Scooter, sondern ausgerechnet bei Robbie Williams "Angels". Verrückte Welt. Der nächste Tiefpunkt dann bei der Zugabe - Take That mit "Back for good" wird auf dem Gameboy verwurschtelt. Nee, dann doch lieber die Super-Mario-Melodie...ich hoffe ja dass es nur an meiner Nüchternheit liegt, aber irgendwie hab ich das Gefühl das aus dem ganzen Mambo-Kurt-Gag absolut die Luft raus is. Zumal, und das ist der härteste Kritikpunkt: er hat "Dancing Queen" nicht gespielt!
Zurück zum Camp. Hier ist mittlerweile alles betrunken, tanzt auf zerbrochenen Tischen oder grölt sich den Magen auf halb acht. Wunderbar. Fast so unterhaltsam wie ein Konzert von Mambo Kurt!
Bauwagen bei Nacht. Wunderschön, nicht wahr? Mit diesem Bild beende ich nicht nur meinen heutigen Tag, sondern auch den ersten Teil des Wacken-Berichts. Weiter gehts hier


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Kabl

12.08.2011 14:15
Wenn du das beschimpfen nennst seid ihr erbärmlich. Ulf ist halt euer Quotenassi der auf Malle besser aufgehoben wäre, also so n Typ über den du dich eigentlich unter Bild 10 beschwerst.
günther

12.08.2011 20:35
Wieso sind wir denn erbärmlich wenn fö das beschimpfen nennt?

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